Ich habe am 25. November letzten Jahres einen Post geschrieben, in dem ich unter dem Stichwort «Utopist» zwei Ideen von mir gezeigt habe:
* Wir fragen jede Gemeinde und Region auf der Welt, zu welchem Staat sie gehören möchte.
* Wir fragen jeden Menschen auf der Welt, in welchem Staat er leben möchte.
Nun habe ich aber angesichts der politischen globalen Lage gesehen, dass man die Sache vielleicht von oben her angehen müsste. Vielleicht sollten erst einmal die mächtigen der Welt formulieren, welche Gebiete sie haben, und welche sie loswerden möchten. Ich stelle mir da eine Art Tauschbörse vor, so, wie man das ja in alten Zeiten immer gemacht hat.
Die Methode «jede und jeder sagt, was er oder sie will» ist nämlich gar nicht schlecht. Mir fallen hier zwei Situationen ein, zwei Situationen, in denen es gar nicht anders ging, als alle Bedürfnisse zu sichten und zu verhandeln – nämlich, weil man eine Lösung brauchte.
Am ersten Tag des Semesters trafen sich alle Studierenden meiner Klavierprofessorin, Annekathrin Klein, in ihrem Zimmer und wir machten den Stundenplan. Es gab, da sie sich am Nachmittag um ihre Söhne kümmern musste, die Stunden um 7.30, 8.30, 9.30 und 10.30 an den Tagen von Montag bis Freitag. Also wurden alle Wünsche aufgeschrieben, und dann wurde verhandelt: «Jens, könntest du auch Freitag 9.30?» «Anita, ist Dienstag, 10.30 die einzige Möglichkeit?» Also, hat man mir so gesagt. Ich war immer nach fünf Minuten draussen, meine absolute Traumstunde (Montag 7.30) machte mir niemand streitig…
Genauso, nach dem gleichen Verfahren machten wir (der Klassenlehrer und ich) immer die Aufteilung der Rollen bei unseren Musicals. Alle Schülerinnen und Schüler schrieben ihre Wünsche auf, und dann schrieben wir das an die Tafel und es wurde diskutiert. Und sehr oft war es einfach, weil es gar nicht so viele Überschneidungen gab. Und wenn es doch schwierig war, dann fanden wir kreative Lösungen. So wurden manchmal aus zwei Polizisten drei, oder ein Mann bekam ausser seiner Frau noch eine Schwägerin…
So.
Und genauso könnte man doch eine Haben-und-Weghaben-wollen-Konferenz gestalten. Alle Staaten der Erde treffen sich, und dann soll jeder Machthaber, jeder Staatspräsident, jede Königin und jede Kanzlerin sagen, welche Region sie haben und welche Region sie losbekommen möchte. Vielleicht mit Begründung.
Und da steht dann zum Beispiel auf der Tafel:
USA: will Grönland und Venezuela. (Bodenschätze)
RUSSLAND: will Ukraine, Baltikum, Moldawien und Georgien (alte UDSSR wiederherstellen)
CHINA: will Taiwan (gehört zum Land)
SCHWEIZ: will das Wallis loswerden (muss man nach der zu-wenig-Kontrolle-Katastrophe eigentlich nicht begründen), will die Balearen (als Segelnation braucht man ein Meer)
DEUTSCHLAND: will den Osten loswerden (so vermeidet man einen AfD-Landeschef eines BRD-Bundeslandes)
ITALIEN: will den Mezzogiorno loswerden (arm + Mafia + Flüchtlinge)
usw.
usw.
usw.
Nun kommt man ins Diskutieren:
Kann man Trump das Wallis anbieten und er verzichtet auf Grönland? Immerhin hat das Wallis ACHT Golfplätze (darunter den höchstgelegenen in Europa) und Grönland hat nur ZWEI.
Kann man Putin Sachsen-Anhalt und Brandenburg anbieten und er lässt das Baltikum in Ruhe?
Könnte die Schweiz auch Vulcano und Stromboli nehmen und die Balearen lassen?
Und am Ende findet man sehr, sehr, sehr schöne und kreative Lösungen…
Ich habe am 25. November letzten Jahres einen Post geschrieben, in dem ich unter dem Stichwort «Utopist» zwei Ideen von mir gezeigt habe:
* Wir fragen jede Gemeinde und Region auf der Welt, zu welchem Staat sie gehören möchte.
* Wir fragen jeden Menschen auf der Welt, in welchem Staat er leben möchte.
Und wir ergänzen:
* Wir fragen jeden Machthaber, welche Regionen er HABEN und welche er LOSWERDEN möchte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen