Nachdem ich lange meiner Schwimmbad-Kollektion nichts hinzugefügt habe, konnte ich in den letzten Monaten doch wieder einiges auf meine Liste dazuschreiben:
Hallenschwimmbad Wrocław
Hallenbad Poznań
Hallenbad Grenzach-Wyhlen
Hallenbad Maulburg
Sole Uno Rheinfelden
Hallenbad Falkenstein Balsthal
Hallenbad Brühl Mümliswil-Ramliswil
Die beiden ersten habe ich auf meiner Tournee mit der Knabenkantorei kennengelernt. Ich berichtete schon im Herbst:
Dann aber Wroclaw! Ein absolut sehenswertes Hallenbad vom Beginn des 20. Jahrhunderts, herrlich anzuschauen und zu beschwimmen, geöffnet 5.30 bis 0.00, und das jeden Tag. Jedes Bad bei uns könnte sich hier zehn Scheiben abschneiden. Das Bad ist in 5 Minuten vom Hotel aus zu erreichen, ich bin um 6.30 dort, einziger Wermutstropfen: Ich benötige eine Badekappe, die ich da für 10 Złoty erwerbe…
Schwieriger wird es in Poznań: Das Hallenbad ist zu weit weg zum Laufen und es ist sehr kompliziert, mit dem ÖV zu fahren. Also doch Uber…
Im Hallenbad ziehe ich brav meine Badekappe an – und stelle fest, dass ich der einzige Schwimmer mit Kappe bin. Es ist also anscheinend keine nationale Regel…
Die beiden nächsten liegen über der Grenze, am Hochrhein bzw. im Wiesental, und es ist erstaunlich, dass ich noch nie dort war. Dabei sind die Orte perfekt zu erreichen. Der eine mit einer Buslinie, der Linie 38, im 15 Minuten-Takt, der andere alle halbe Stunde mit der S-Bahn ab Bahnhof SBB.
Das ist aber nun ein wenig typisch, wenn man in Basel wohnt: Das Ausland ist so nah, aber irgendwie kommt man nicht auf die Idee, dort mal hinzugehen oder hinzufahren. Ich war mit meinen Basler Sängern schon in zwei Tropfsteinhöhlen, in der Slowakei und in Slowenien (wirklich, das ist jetzt kein blödes Wortspiel), und ich war immer wieder überrascht, dass die Guten die Tropfsteinhöhle, die nur ein paar Kilometer von Basel entfernt liegt, nicht kennen. Gut, mit der slowenischen, die gefühlt 1000x grösser ist als die Erdmannshöhle, kann man die Wiesentäler Höhle nicht vergleichen, aber dennoch: Sie wäre sehr nahe. Und genauso ist es mit den Schwimmbädern, weil man als Basler nur im Basler Umfeld denkt, kennt man so Dinge wie ein Grenzwächter Hallenbad nicht.
Erstaunlich ist aber auch, dass ich das Sole Uno noch nicht kannte. Dafür gibt es nun keine Erklärung, denn ich weiss, dass ganz viele meiner Bekannten dort hingehen. Aber es fällt natürlich aus der Reihe, denn es ist ein Wellnessbad, ein Bad zum Liegen, zum Aalen, zum Besprudelt-Werden, zum Wohlfühlen, nicht zum sportlichen Schwimmen.
Echte Neuentdeckungen sind die Bäder in Balsthal und Mümliswil. Diese liegen im Kanton Solothurn und Solothurn bietet hinsichtlich Hallenbädern Erstaunliches: Im Hauptort und im grössten Ort, in Solothurn und in Olten, gibt es praktisch keine Schwimmmöglichkeit. Die Bäder dort haben solche Öffnungszeiten, dass man diese sich gar nicht merken will:
Montag geschlossen
Dienstag 18.30 – 19.00
Mittwoch 7.00 – 9.00
usw.
Die Solothurner gehen nach Zuchwil, das ist praktisch ein Vorort und hat ein riesiges Sportzentrum, aber es ist eben doch eine eigene Gemeinde.
Und nun leisten sich diese winzigen Orte im Bezirk Thal (und nur wenige Kilometer von einander entfernt!) eigene Hallenbäder. Ich finde das schön. Und die Bäder? Natürlich nicht spektakulär, aber schön zum Schwimmen, sauber, ordentlich, und man hat das witzige Gefühl, dass man der Einzige ist, der die Bademeisterin siezt. Was auch stimmt.
Nachdem ich lange meiner Schwimmbad-Kollektion nichts hinzugefügt habe, konnte ich in den letzten Monaten doch wieder einiges auf meine Liste dazuschreiben:
Und ich hoffe, dass 2026 noch einige Bäder dazukommen.
Dienstag, 7. April 2026
Neue Hallenbäder!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen