Ein frohes und gesundes und erfolgreiches und tolles und genussvolles und kunstreiches und friedvolles und schönes 2026!
Das war ein lustiger Silvesterpost, nicht? Praktisch konkrete Poesie, ich habe einfach die Überschriften aller Beiträge zusammengefügt.
Nun wurde ich gefragt, ob ich nicht das Gleiche für 2026 machen könnte, sozusagen als «Vorausschau».
Hier gibt es eine klare Antwort:
Nein. Kann ich nicht. Die Zukunft bleibt ungewiss.
Natürlich kann ich gewisse Posts und Postfolgen, kann ich bestimmte Abläufe voraussagen.
Es wird sicher ein paar Blogpausen geben. Das kann ich jetzt schon mitteilen, einfach, weil es in den letzten Jahren immer ein paar Pausen gab. Manchmal war ich im Stress, manchmal war ich an Orten, wo das Netz nicht ging, manchmal fiel mir nichts ein. Ein paar Lücken im Blog-Geschehen wird es also geben, nur wann, das ist ungewiss.
Genauso wird es Reisen geben. Und nach jeder dieser Reisen gibt es dann auch wieder mehrere Folgen Impressionen. Wohin? Wollen Sie sich nicht überraschen lassen? OK, dann ein wenig verschlüsselt: Eine Reise wird uns wieder einmal in meine «dritte Heimat», zum Vorbild von Unter den Linden, und eine zweite Reise in meine echte Heimat, und dann…, nein, wir bleiben bei der Überraschung.
Nun haben wir also ca. 28 Termine abgedeckt (zweimal Pause mit 6, je 4 für die vier Reisen), bleiben immer noch 104 minus 28 gleich 76.
Und diese sechsundsiebzig kann ich nicht vorher schreiben. Gut, 75, den heutigen müssen wir ja mitrechnen…
Warum kann ich nicht sagen, was im März passiert? Weil ich nicht Janus bin. Der römische Gott wird stets mit zwei Köpfen dargestellt, mit denen er nach vorne und hinten, ins Licht und ins Dunkel, in die Vergangenheit und in die Zukunft sehen kann. Nicht umsonst heisst der «Januar» nach ihm.
Wäre es aber ein Vorteil, zu wissen was passiert? Ohne es ändern zu können? Denn wenn ich die Zukunft ändern kann, dann stimmt die Voraussage ja nicht mehr. Wenn ich janushaft sehe, dass meine Wolldecke im Mai von Motten zerfressen wird und ich sprühe sie jetzt kräftigst mit Naphthalin ein und sie bleibt dann heil, dann hat ja die Schau nicht gestimmt, das umgekehrte Grossvater-Paradox.
(Kleine Randbemerkung: Natürlich habe ich kein Naphthalin mehr, das ist verboten, früher fuhren wir von Freiburg aus mit Leidenschaft über die Grenze zu den Galliern, die das noch erlaubten, direkt in France warben schon riesige Schilder «Anti-Mite», nun hat aber die EU zugeschlagen und es überall verboten…)
Aber was, wenn man die Zukunft sehen, aber nicht ändern kann? Ist ja eigentlich komplett doof. Wobei eine Gestalt hier anders denkt:
«Kassiopeia», erklärte Meister Hora, «kann nämlich ein wenig in die Zukunft sehen. Nicht viel, aber immerhin so etwa eine halbe Stunde.» «GENAU!» erschien auf dem Rückenpanzer.
Dann erklärt Hora, dass die Schildkröte immer genau weiss, was geschieht, es aber nicht vermeiden kann. Im Falle der vorangegangenen Flucht wusste das Tier, dass sie den grauen Herren NICHT begegnen würden. Und das sei doch immerhin etwas.
Gut, darüber kann man streiten…
Manchmal kann man natürlich auch die Zukunft «herbeischreiben», meistens negativ, aber dafür bin ich zu klein. Die grossen Medien könnten (wenn sie es wollten), das Ende der Regentschaft Merz «heranpublizieren»: HÄLT DER KANZLER DURCH? MERZ BALD AM ENDE? SCHAFFT FRIEDRICH NOCH EIN JAHR? Wenn man das genug schreiben tut, dann wird es irgendwann Wahrheit. Aber dann kippt alles und wir haben die AfD. Und wer will das schon? (ausser Weidel…)
Ich werde auf jeden Fall keine Liste der Themen des Jahres 2026 hier veröffentlichen.
Ein frohes und gesundes und erfolgreiches und tolles und genussvolles und kunstreiches und friedvolles und schönes 2026!
Lassen Sie sich von den Posts überraschen!