Freitag, 9. Januar 2015

Satire mit Anstands-Charta



Holger ist Satiriker.

Holger ist aber auch ein netter, lieber Mensch, der gerne respektvoll und friedlich mit seinen Mitmenschen zusammenlebt, daher hat er sich quasi eine persönliche Charta gegeben, die ihm Leitschnur und Richtlinie bei seinen Beiträgen ist, Holger ist sozusagen seine eigene „Standard and Practises“.

Die Charta in ihren 6 Punkten:

1.)    Ich schreibe über alle Dinge mit genügend Achtung und Respekt.
2.)    Ich bezeichne niemand als fett, dumm, ungeschickt, ungebildet o.ä.
3.)    Ich lasse grundsätzlich die Finger von Religionen.
4.)    Ich schiesse mich nicht auf spezielle Sachen ein.
5.)    Ich lasse grundsätzlich die Finger von Religionen!!!!!!
6.)    Ich kläre im Zweifelsfall ab, ob mein Text jemanden verletzt.

Wenn Holger nun an einem schönen Abend auf der Terrasse sitzt, bei einem guten Glas Wein und etwas Knabberzeug, dann macht er erst einmal Brainstorming, er räumt seinen Kopf leer und schreibt eine Menge auf, dann formuliert er ein bisschen herum und ihm fallen etliche Gags ein.
So steht dann vielleicht auf seinem Block:

In Dornach sind die Ämter so gross, weil alle Besucher der Behörden ihren Angaben nicht auf Formulare schreiben, sondern tanzen, sie könnten auch keine Angaben fehlerlos schreiben, weil sie statt zu lernen, wie man BAUM schreibt, Bäume umarmt haben.

Jetzt beginnt die eigentliche Mühe:
Zeigt der Satz genügend Achtung und Respekt? Nun ja, gerade noch. Bezeichnet der Satz jemand als fett, dumm, ungeschickt, ungebildet o.ä.? Sicher. Wer BAUM nicht schreiben kann, ist ja schon ein bissel blöd. Also weg mit dem zweiten Satzteil. Ist die Anthroposophie eine Religion? Nein, ist sie zum Glück nicht. Einschiessen? Er hat noch nie etwas über Dornacher (oder Stuttgarter, die gibt es auch, ja, das Goetheanum sollte eigentlich dort stehen!) geschrieben.
Bleibt Punkt 6:
Holger schreibt zwei E-Mails an Kollegen, die auf der Steiner-Schule waren. Postwendend kommt von beiden zurück: Wir fühlen uns enorm verletzt, das ist doch eines der dämlichsten Vorurteile.
Holger streicht den Satz komplett.

Holger ist Satiriker.
Holger ist ein Satiriker, der sein Handwerk mit Anstand und Würde ausübt.
Allerdings sind seine Beiträge erstens selten, sehr selten, und auch immer ein wenig kraftlos.

Denn Satire hat keine Charta, Satire MUSS um sich schlagen, nach allen Richtungen, Satire darf eben nicht respektvoll und anständig sein. Ein Kabarettist, der ständig nachfragt, ob er das so sagen kann, ist keiner, ein Karikaturist, der seine Zeichnungen erst bei der Menschenrechtsbehörde einreicht, ist keiner. Satire muss beissen und nicht schlecken, sie muss zustechen und nicht streicheln.

Insofern ist es grossartig, dass niemand, aber auch gar niemand nach den Ereignissen in Paris meinte, die hätten halt auch unnötig provoziert und hätten so heikle Themen einfach weglassen sollen. Nein, es ist grossartig, dass auch Politiker, die von den Titanen und Nebelspaltern, von den Scheibenwischern und Charlies stets nur mit Jauche überschüttet wurden, die Satire als Teil der Meinungsfreiheit sehen und verteidigen.

Holger wird nie in Gefahr geraten.
Denn er ist ein Satiriker, der sein Handwerk mit Anstand und Würde ausübt.

Oder anders gesagt: Er ist kein Satiriker.






Dienstag, 6. Januar 2015

Angst vor Fischen, Monochromie und dem Islam


Franz hat Angst vor Fischen. Und zwar eine echte, heftige, überdimensionale Angst, die bis ihn die unmöglichsten Bereiche mit hineinspielt. Selbstverständlich kann Franz niemals in einem offenen Gewässer, einem See oder dem Meer baden, aber auch im Frei- oder Hallenbad muss er sich sehr gewissenhaft davon überzeugen, dass sich keine Hechte, Brassen oder Aale ins Bassin geschmuggelt haben. Selbstverständlich macht er im Zoo um die Aquarien einen Riesenbogen, aber auch Filme, in denen Fische erscheinen, oder Fotos von Doraden oder Heringen führen bei ihm zu Panikattacken, Schweissausbrüchen und Herzrasen. Ja, in den letzten Jahren hat sich seine Furcht so gesteigert, dass, als ich ihn neulich in eine Aufführung des Forellenquintetts mitnehmen wollte, er zitternd ablehnte, er habe, so erzählte er mir, auch schon eine Vorstellung von Bernhards Macht der Gewohnheit verlassen müssen, obwohl in diesem Drama das Quintett zwar das Leitmotiv sei, aber eben, und das sei  ja der Gag, nie zum Klingen komme.
Franz müsste dringend zu einem Seelenklempner, seine Phobie hat sich dermassen ins Irrationale hineinbewegt, dass er professionelle Hilfe braucht.

Maria hat ekelt sich vor Monochromie. Und das ist ein heftiger, echter, überdimensionaler Ekel, der ihr viele Bereiche des Lebens erschwert und viele Orte verunmöglicht. Dass sie in Galerien und Museen niemals vor einem monochromen Bild wie zum Beispiel die blauen Gemälde von Yves Klein stehenbleiben kann ohne einen Weinkrampf zu bekommen, geht noch, sie rennt dann einfach weiter, dass sie niemals im Winter auf eine weite Schneefläche geraten darf, ist schon schwieriger. Wenn ich sie besuche, muss ich darauf achten, dass ich nicht von einem Auftritt kommend in Totalschwarz erscheine, zumindest einen farbigen Schal muss ich umhängen. Ganz schwierig wird es für die Gute, wenn sie zum Himmel blickt und dieser ist wolkenlos. An solchen tiefblauen, wolkenlosen Sommertagen bleibt sie einfach im Bett. Das natürlich rot-grün-gelbe Bettwäsche hat, nicht auszudenken, Maria müsste ins Spital, sie würde dort in einem komplett schneeweiss bezogenen Bett schlicht und einfach durchdrehen.
Maria müsste dringend zu einem Seelenklempner, ihr Ekel hat sich dermassen ins Irrationale hineinbewegt, dass sie professionelle Hilfe braucht.

Herbert hat Angst vor dem Islam.
Er ekelt sich vor dem Islam.
Er…
Sie meinen, liebe Onliner, ich dürfe das nicht vergleichen?
Aber sicher darf ich das.
Wenn man die Argumente und Äusserungen von Pegida-Demonstranten hört, stehen diese der Fischsache und Farbsache in Irrationalität doch in nichts nach.

„Meine Kinder sollen keine Koranverse auswendig lernen müssen.“
Aber hallo? Ist das geplant? Selbst wenn ein staatlich bezahlter (und kontrollierter!) muslimischer Religionsunterricht flächendeckend eingeführt würde, wäre er doch wahrscheinlich für die Muslime, nicht wahr? Oder habe ich etwas verpasst? Kommt das jetzt wirklich in den Lehrplan á la „7. Schuljahr: Sure 12-14 auswendig?“

„Meine Frau und meine Töchter sollen weiterhin ohne Kopftuch auf die Strasse dürfen, man sieht ja nur noch Kopftuch.“
Man sieht sehr viel Kopftuch, aber ob diese Frauen alle vom Koran beeinflusst sind? Nonnen tragen Kopftuch, alte Bauersfrauen tragen es, Auslandsdeutsche aus Russland tragen es – und englische Königinnen.  Ein Kopfbedeckungszwang für alle Bewohnerinnen der BRD halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich.
Aber diese Ängste sind irrational, man kann sie mit Argumenten nicht greifen. Nur mit guter Psychotherapie.

Dass wir uns recht verstehen: Wenn Franz sagen würde, er habe Angst vor Haien, er würde in kein Meer gehen, bei dem die Gefahr bestünde, von so einem bisswütigen Ungetüm angefallen zu werden, dann könnten wir das verstehen.
Wenn Maria sagen würde, sie bekäme in einem komplett leuchtend rot gestrichenen Raum, in dem sie aus Versehen drei Stunden eingesperrt wäre, eine absolute Panik, könnten wir das begreifen.
Wenn jemand Angst vor einem militanten, fanatischen, gewaltbereiten Islamismus hat, können wir das verstehen. Wobei mir auch Christen, die Bomben in Abtreibungskliniken werfen, ein leichtes Unbehagen bereiten.
Wer aber eine Phobie, einen Ekel, eine Angst, eine Panik vor der vollständigen Islamisierung unserer Gesellschaft hegt, ist auf einer Stufe mit Franz und Maria.
Franz hat eine Fisch-Phobie.
Maria hat einen Monochromie-Ekel.
Herbert hat Angst vor dem Islam.
Es gibt 2015 viel zu tun für Psychiater, Psychologen und Therapeuten.

Freitag, 2. Januar 2015

Acht Posts Vorsprung: Spinner, gebt Ruhe!

Ich bin acht Posts im Vorsprung.
Ich habe acht Glossen Vorrat, acht Glossen in der Hinterhand.
Ich war in den Winterferien derart produktiv, dass es eine Lust war. Die Worte flossen mir nur so aus der Feder, das ist natürlich Quatsch, ich schreibe ja auf einer Tastatur, also sagen wir lieber, meine Finger flogen nur so über die Tasten, was natürlich auch Quatsch ist, denn ich benutze ja das Vier-Finger-Such-System Marke Adler, also sagen wir: Meine vier Finger hüpften wie die Frösche.
Auf jeden Fall haben mich die Musen geküsst – Apollon wäre mir lieber gewesen, aber man nimmt, was man bekommt – ich ritt auf dem Pegasus, suhlte mich auf dem Parnass. Ich war so berauscht von der Sprache, dass ich nicht einmal Joints (wie Kerouac), eine Schublade mit faulenden Äpfeln (wie Schiller) oder Absinth (wie Rimbaud) brauchte.

Nun bin ich acht Posts im Vorsprung.
Diese acht sind literarisch geschliffen, wohl durchdacht und natürlich ohne Schraipfäler (Gruss an meinen Erzengel).

Sie haben aber einen Nachteil: Sie sind nicht aktuell. Sie behandeln glossistische Dauerbrennerthemen wie Verspätung und Zugausfälle bei der DB, Kaufrausch, Alterungsprozess und das Wetter. Sie berichten von überteuerten Restaurantbesuchen und störenden Nachbarn, sie erzählen von den immer wiederkehrenden Topoi, über die schon Sokrates und Hesiod sich ausgelassen haben.
Nun wäre zu hoffen, dass es im Januar und Februar das gibt, was die Presse eine Saure-Gurken-Zeit nennt, eine Zeit ohne aktuelle Katastrophen und Pannen, auf dass ich meine Posts abarbeiten kann.

Aber das wird nicht so sein.

Einige Leute haben es sich fast zur Pflicht gemacht, mir durch einen brandneuen Skandal, einen brandneuen Eklat das zu versauen, und ich sitze dann wieder in Hektik, schlunze etwas hin – und mache Schraipfäler.
Sie erinnern sich vielleicht noch an meinen Text Die längste Koalitionsverhandlung aller Zeiten. Er war eine Paraphrase auf Die längste Party aller Zeiten von Adams und Angie Merkel machte ihn mir kaputt, indem sie ein paar Stunden, bevor ich auf VERÖFFENTLICHEN drücken konnte, das Ende der Beratungen und die Inthronisierung der Grossen Koalition bekanntgab. Ich habe die Glosse dennoch gebracht, aber es war nur der halbe Spass.

Ich habe einen immer wiederkehrenden Albtraum: So wie in den Thrillern, in denen der Mörder der Polizei entwischt und die Kronzeugin nach Hause kommt, wo der Killer auf ihrem Sofa sitzt und, als sie das Licht anmacht, sie mit einem nicholsonesken Grinsen anglotzt, komme ich nach Hause, mache das Licht an – und sehe Anette. Sie räkelt sich auf meiner Couch und flüstert: „Es kam in den 7 Uhr-News, ich veröffentliche ein Buch. Es heisst Jetzt rede ich – die Abrechnung und erscheint übermorgen.“ Und ich stürze an meinen Laptop, fange an zu schreiben, denn in den Nachtmahren ist es immer montags oder donnerstags, wie wild tippe ich und tippe ich, während Anette in meinem Wohnzimmer Zitate aus meinen Büchern abschreibt, die sie klauen will, ich tippe und tippe, aber die Tasten sind schwer wie Hebel, ich komme nur wenige Buchstaben voran und schweissgebadet wache ich auf...

Warum schreibe ich Glossen? Warum schreibe ich keinen Roman? Es wäre so viel einfacher, ich müsste nicht ständig mit etwas aufwarten, ich könnte auf den grossen 3000-Seiten-Schinken verweisen, der irgendwann zwischen 2025 und 2030 erscheinen werde – und der dann irgendwann im Jahre 2018 oder 2019 einfach verlorengeht. Man könnte ihn zum Beispiel in einen Koffer packen und ihn auf einem Bahnsteig vergessen. Hat Tradition, Hemingways Koffer. Wer weiss aber denn, ob sich in diesem Koffer wirklich Manu- oder Typoskriptseiten verbargen und nicht eine völlig andere Sache? Vielleicht war das Gepäckstück voller Pornohefte und der gute Ernest froh, das peinliche Stück los zu sein? Wer weiss.  

Tatsache ist allerdings, dass Pegasus dich nicht zu den Schauplätzen der aktuellen Skandale führt. Tatsache ist, dass auf dem Parnass der Blick in die Weite und nicht in die Nähe des nächsten Tages geht. Tatsache ist, dass es keine Musen für das Heutige, das Brandneue, das Auf-den-Nägeln-Brennende gibt.
Es gibt keine Muse des Journalismus.
Es gibt keine Muse des Feuilletons.
Es gibt keine Muse des Interviews.
Es gibt keine Muse der Kolumne.

Also halte ich meine acht Posts in der Hinterhand, halte sie auf Vorrat, halte sie, die sie geschliffen und ohne Schraipfäler sind, bewahrt und hoffe…

Also, ihr Spinner alle, ihr Politiker und Wirtschaftsbosse, ihr grossen, aber auch ihr kleinen Verrückten dieser Welt:
Macht doch bitte immer mal wieder eine Pause!
Lasst den Wahnsinn immer mal sieben Tage ruhen, auf dass ich die eine oder andere Glosse abarbeiten kann. 

   

Dienstag, 30. Dezember 2014

Guter Vorsatz für 2015: Weniger Schraipfäler

Ich habe einen einzigen guten Vorsatz für 2015:
Ich will weniger Schraipfäler machen. Nein, das war jetzt keiner, ich schreibe für diesen Post das Wort so, weil das den Inhalt ja viel besser ausdrückt. Oder auch nicht, denn wenn ich Schraipfäler als Standard deklariere, wäre es ja falsch, es richtig zu schreiben, oder es…
Nein, wir fangen nun nicht an zu paradoxphilosophieren, wir waren beim Thema Orthografie.
Mein Erzengel hat immer wieder, teils sehr heftig, Schraipfäler angemahnt, Fäler, bei denen man sich wirklich fragt, wie sie geschehen können.

Es wäre ja eigentlich alles so einfach: Man nimmt sich Zeit für einen Text, nutzt das Word-Korrekturprogramm, druckt die Glosse dann noch einmal aus, sucht noch einmal nach Fälern, lässt sie vielleicht noch jemand anderes lesen, und jetzt müsste sich auch das letzte falsche Dass, das letzte überflüssige Komma, die letzte verkehrte Grossschreibung, die letzte Word-Doppelung verschwunden sein.

Was eine Word-Doppelung ist? Na, ganz einfach: Es ist ein Schraipfäler, den wir dem Computer verdanken. Kein einigermassen mit Hirn bewaffneter Erdenbürger würde Konstruktionen wie Hauus, Dacch, Gaartenzaunnn oder Monster wie Straassenbahhn, Kiinderwageen oder Schllittschuuhe fabrizieren, handschriftlich passiert das nicht, es geschieht, wenn wir einen Moment zu lange auf der Taste bleiben.

Aber ich schweife wieder ab. Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, bei den Punkten Zeit, Korrekturhilfe, Korrekturlesen.

Zeit, also wenn ich Zeit hätte, würde ich Gedichte schreiben und keine Glossen, ich sehe mich schon in meinem Häuschen am Meer sitzen, die Tasse Tee griffbereit – Was soll das jetzt? Ich sei Kaffeetrinker? Wenn ich Lyriker wäre, tränke ich Tee und keinen Mokka  – und um ein Wort ringen. Ich würde zwei Stunden ringen, dann ein bisschen an den Strand und, nachdem das Wort nach ausgiebigem Schwimmen und Sonnen mir noch gut erscheint, es hinschreiben. Und dieses Wort, die Arbeit eines Tages, enthielte dann auch keinen Schraipfäler. Und wenn Sie jetzt meinen, ich übertreibe: Oscar Wilde äusserte einst, er habe einen Vormittag über einem Gedicht gesessen und schliesslich ein Komma gestrichen. Am Nachmittag habe er es wieder eingesetzt.

Die Word-Korrekturhilfe funktioniert bei mir nicht mehr, ich habe meinen armen Laptop dermassen mit wüsten Komposita (so wie Paradoxphilosophie) und abstrusen Neologismen bombardiert, dass das Korrekturprogramm vor sechs Monaten einfach seinen Geist aufgab. Es war dermassen ins Rote-Wellenlinien-Setzen gekommen, dass es zu einer einzigen roten Welle wurde, die dann rauschend in die untergründigen Klippen der Festplatte stürzte. Es schickte mir noch eine E-Mail mit den etwas abgewandelten Abdankungsworten des letzten sächsischen Königs: Mach deinen Dreck alleine.

Korrekturlesen, das sollte ich wirklich gründlicher und sorgfältiger um Schraipfäler zu vermeiden, und ich sollte auch immer wieder weitere Augenpaare auf meinen Text blicken lassen. Das Dumme ist ja, dass wir Mustererkennung haben, das heisst Ihr Gehirn erkennt ein Wort auch, wenn es falsch geschrieben ist. Nein, eigentlich ist das eine sehr sinnvolle Sache, dass Sie eben Schraipfäler als das erkennen, was sie sind, aber beim Korrekturlesen ist es hinderlich, dass unsere grauen Zellen das ergänzen, was nicht dasteht und das quasi wegstreichen, was zu viel ist.

Man knan ja enien gzanen Staz lseen, bie dme aells vretuachst ist.

Aber das ist alles keine Ausrede, wird mein Erzengel sagen. Keine Schraipfäler mehr, das muss die Devise sein. Es ist auch keine Ausrede, nur eine wärmende Erleichterung für mich, dass ich mich in guter (oder schlechter?) Gesellschaft befinde:
Es gibt praktisch keine Bücher ohne Schraipfäler mehr. Waren früher eine miese Grammatik und eine mangelhafte Orthografie Kennzeichen des Heftchenromans, ja, gehörte das falsche Dass und die fehlenden Kommata in die Sphäre von Jerry Cotton und Bianca, findet man heute die übelsten Dinge auch bei Büchern, die auf der Long- oder Shortlist des deutschen Buchpreises stehen. Egal ob Hanser oder Fischer, ob Diogenes oder Suhrkamp (Ja, auch dort, auch dort!), nirgendwo ist man vor Schraipfälern mehr sicher. Das liegt natürlich daran, dass man das Marketingbudget so in die Höhe getrieben hat, dass für das Lektorat fast nichts mehr übrigbleibt.

Ich habe einen guten Vorsatz für 2015:
Ich will weniger Schraipfäler machen.

Freitag, 26. Dezember 2014

Hässliche Kalender für 2015

Haben Sie schon einen Kalender für 2015? Oder sogar mehrere? Wie viele Stunden haben Sie gebraucht, um ihr Exemplar zu finden?

Die Suche ist ja gar nicht einfach, der Büchersupermarkt THALIA zum Beispiel  hatte 1000 verschiedene Kalender im Angebot. (Sorry, ich weigere mich immer noch mit Händen und Füssen einen solchen Schuppen als Buchhandlung zu bezeichnen, der Unterschied zwischen THALIA und meiner Buchhandlung Olymp&Hades ist ungefähr der gleiche wie zwischen McDonalds und einem Restaurant, in dem Kellner Ihnen Speisen auf Tellern bringen.)

1000 Sorten Kalendarium also, das reichte von den Manager-Agenden über Lesezeichen-, Tisch-, und Wandkalender bis zu den Riesenmonstern mit Kunst oder Fotokunst, die eigentlich ganze Hauswände brauchen. Auch bei den Themen herrscht unglaubliche Vielfalt: Hatte man früher EINEN Kalender mit Hunden, gibt es heutzutage 50 Varianten, „Welpen im Wasser“, „Dackel auf Deckeln“, „Bassets im Bassin“ usw. Hatte man früher vielleicht drei Katzen- und zwei Hasenkalender, ertrinkt man heute in einer Masse, die den härtesten Kunden erschlägt und erdrückt. Da gibt es Druckwerke mit Katzen beim Joggen, beim Yoga, beim Ballspiel, Katzen mit Schleifchen, mit Hütchen, mit Schühchen, Katzen, die Heidegger lesen oder Chopin spielen. Da gibt es Hasen im Gemüse, im Kornfeld, auf Kakteen oder Seerosen, da fahren Hasen Schlittschuh oder jonglieren mit Tomaten.

Haben Sie in diesem Riesenangebot etwas entdeckt?
Wenn ja, haben Sie es aber wahrscheinlich doch falsch gemacht: Ihr Kalender ist zu schön. Wir machen nämlich immer wieder den Fehler, dass wir uns durch schöne Fotos, tolle Bilder, durch Ansichten von Kraft und Licht und Liebreiz aufbauen und laben lassen wollen. Das Gegenteil ist stets der Fall.

Nehmen wir mal an, Sie sind ein schwuler Senior (ab 40, die Szene ist da unerbittlich) und kaufen sich den MEN 2015, von Januar bis Dezember ein Adonis nach dem anderen, perfekt trainierte Muskeln, eine seidiggläzende Haut und ein Lächeln, das Berge bezwingt. Natürlich erregt Sie jedes dieser Bilder, und dazu hängen  Sie ein Pin-up ja auch auf, aber gleichzeitig zieht es Sie völlig runter. Sie sind eben kein Adonis mehr, haben keine perfekt trainierten Muskeln, haben keine seidigglänzende Haut mehr und Ihr Lächeln ist müde geworden. Jedes Mal, wenn Sie einen der MEN 2015 betrachtet haben, können Sie zwei Stunden nicht mehr in den Spiegel schauen. Sie bräuchten einen Kalender mit ganz, ganz hässlichen Leuten, damit Sie sagen könnten: „Im Vergleich zu dem bin ich ja echt ein Adonis…“

Nehmen wir mal an, sie haben sich WÄLDER 2015 gekauft und möchten sich jeden Monat, von Januar bis Dezember, mit den Din A3-Aufnahmen von den herbstlichen Ahornbäumen in Kanada, vom Dschungel auf Borneo oder den Zedernwäldern auf dem Libanon eine positive Stimmung holen, gute Laune, Freude und Glück. Das Gegenteil wird der Fall sein, denn Sie werden Fernweh bekommen, ein Fernweh, das sich nicht stillen lässt, denn Ihre Mittel sind beschränkt. So wird von Januar bis Dezember stets die Frage „Warum kann ich mir eine Reise nach Kanada, nach Borneo oder zu den Zedern des Libanon nicht leisten?“ über dem Kalender blinken. Sie bräuchten einen Kalender mit den hässlichsten Orten in Deutschland, und Sie würden beim Anblick des Marktbrunnens von Recklinghausen-West, beim Anblick der Fussgängerzonen in Bottrop und Pforzheim, beim Betrachten der Mehrzweckhalle Kaiserlautern-Ost und des Sportplatzes Heilbronn einen Seufzer loslassen und rufen: „Wie schön habe ich es doch hier! Ich wohne so schön, ich muss gar nicht wegfahren!“
(Das Problem bei diesem Druckwerk ist, dass es nicht jeden Monat das Gleiche zeigen darf, obwohl die Innenstädte in Deutschlands hässlichsten Gegenden so gleich aussehen. Ein junger Mann hat sich ja mal angeblich mit einem Kumpel verabredet, Ort X, nach dem Karstadt rechts rein, und dann die Pizzeria neben dem Drogeriemarkt. Als der Kollege nach einer Stunde nicht gekommen war, rief er ihn an und stellte fest, dass er sich in der Stadt Y befand, in der die Anordnung genauso ist.)

Starkalender?
Berühmt und reich und intelligent und in?
Macht Sie doch nur neidisch.
Sie führen besser mit einem Kalendarium wie LOSER & IDIOTEN 2015. Da könnte man sie dann alle versammeln: Die Promovierten, die bei ihrer Dissertation aus Versehen alle Fussnoten weggelassen oder sie gleich komplett im Internet heruntergeladen haben, die Moderatoren, die, wenn der Interviewte sich nicht unterkriegen lässt, die Fassung verlieren und ihn als A… bezeichnen, alle die Nacktselfieschiesser und Kinderpornorunterlader, alle die, die beim Versuch sich auf der Affäre zu ziehen, sich noch weiter ins Schlamassel reiten. Ein Kalender mit denen, die in den Fettnapf nicht nur getreten, sondern gesprungen sind, all denen, die, indem sie den Rand zu erklimmen probieren, immer weiter in die Sahne, die Butter, in den Schmand und den Rahm sinken.

Haben Sie schon einen Kalender für 2015?
Kaufen Sie sich „Hunde im Weltall“ oder MEERE 2015.
Denn:
Die oben erwähnten Kalendarien gibt es noch nicht.
Leider.
Sie wären ein echte Marktlücke, vielleicht schaffe ich es bis 2016.

 

 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der Heilige Abend kommt wie ein Dieb in der Nacht

Es ist jedes Jahr wieder unglaublich, wie plötzlich der Heilige Abend kommt.
Wie eine Lawine, die sich durch kein Donnern oder Grummeln andeutet, wie ein Regenguss aus heiterem Himmel, wie ein Lichtblitz aus einer Taschenlampe. Nichts kann ihn voraussagen, nichts kann ihn prognoszieren, kein Seher, kein Augur, kein Wahrsager kann ihn bestimmen. Plötzlich, hinterhältig und gemein, hinterrücks und heimtückisch überfällt er einen.
Oder um es biblisch zu sagen:
Der Heilige Abend kommt wie ein Dieb in der Nacht.

Tausende sind heute Morgen aufgewacht und haben realisiert, dass ja morgen Weihnachten ist.
Und jetzt rennen sie durch die Strassen, mit trotz Kälte verschwitzten Klamotten, hechten vom COOP (Frischgemüse) zum DENNER (Wein und Trockenzeug), rasen von der Parfümerie zum Spielwarenladen, schleppen, schleppen heim, rasen nochmal los, um die zweite Ladung Geschenke zu kaufen, sind sie endlich zuhause, gibt es keine Ruhe, da muss die Mousse gemacht werden, da muss geputzt und geschrubbt werden, da warten Böden, Bäder und Blumen für ihre Schönmachung.
Und immer brummt ihnen im Kopf:
Wenn es doch wenigstens Anzeichen gegeben hätte!

Wenn es zum Beispiel in den Geschäften Schoggisamichläuse, Tannenzweige oder Lebkuchen gäbe, wenn die Schaufenster weihnachtlich dekoriert wären, wenn der Handel einem irgendwelche Zeichen setzten würde, dann könnte man irgendwie draufkommen.
Wenn im Radio das ein oder andere markante Lied gespielt würde, vielleicht Last Christmas oder Jingle Bells oder eventuell auch der Song vom Elch – es war doch ein Elch oder war es ein Bär? –  mit der Säufernase, dann hätte man ein Anzeichen.
Es wäre auch gut, wenn die Firmen, die Vereine und Clubs, wenn die Kollegien und Gremien ihre Feiern nicht im Januar machten, sondern als Weihnachtsfeiern. Da könnte dann auch gewichtelt werden, da könnte ein Tannenbaum stehen und die Tische wären mit Kerzen und Sternen geschmückt, es gäbe Weihnachtssuppe- was auch immer das sein soll - und Weihnachtssalat – was was auch immer das sein soll – und einen Hauptgang mit Pute und glasierten Maroni. Und zum Dessert gäbe es Zimteis mit Zwetschgen.

Man könnte sogar – das ist jetzt eine supertolle Idee von mir, ich werde sie patentieren lassen – eine  Art Kalendarium bis zum 24.12. machen, vielleicht mit kleinen Säcklein voller Schokolade oder kleinen Fensterchen, die, wenn man sie öffnet, den Blick auf nette Sachen freigeben.

Aber nein.
Nichts dergleichen passiert.
Der Heilige Abend überfällt den ahnungslosen Bürger hinterrücks und es gibt kein Omen, kein Indiz, das seine Ankunft verrät.
Die Geschäfte verkaufen weiter ihre Herbstware, mit Herbstdekoration und Herbstkollektion, oder sie lassen den Halloween ununterbrochen in Sylvester und dann in die Fastnacht übergehen.
Das Radio spielt Charts, nicht einmal, nicht ein einziges Mal hört man White Christmas oder den Song vom… Rentier, es war ein Rentier, kein Elch oder Bär, es war ein Ren mit Säufernase!
Die Firmen, Clubs, die Kollegien und Gremien machen stur ihre langweiligen Januaressen, mit Januarsuppe – was auch immer das sein mag – und Januarsalat – was auch immer das sein mag. Und so ein supertolles, patentierwürdiges, innovatives Kalendarium gibt es auch nicht.
Der Heilige Abend kommt wie ein Dieb in der Nacht.

Und so rennen heute nun wieder die Massen durch die Stadt, kaufen Tonnen von Geschenken, die sie in Tonnen von Papier einpacken lassen, werfen noch Weihnachkarten ein, schrubben mit hochrotem Kopf ihre Wohnungen und bereiten ihr Essen vor. Tausende sind genervt, hektisch, sind schlecht gelaunt und mies drauf. Sie denken immer nur das Eine: Wir hätten ja alles früher gemacht, wenn man es hätte ahnen können.
Aber da war ja nichts.
Ein paar Zweiglein im Laden und wir hätten die Krawatte für Opi schon an St. Lucia gekauft.
Ein paar Liedlein im Radio und wir hätten die Wohnung schon am 20.12. geputzt.
Eine einzige Weihnachtsfeier und wir hätten das Menü schon an St. Barbara geplant.

Hoffentlich gibt es nächstes Jahr ein Zeichen.
Dieses Jahr jedenfalls kam der Heilige Abend wieder so plötzlich, dass es einem den Atem verschlug, wie eine Lawine überrollte er einen, wie eine Lawine, in der man das Tal herunter poltert. Wie ein Regenguss aus heiterem Himmel prasselte er auf einen nieder und nässte einen durch und durch bis auf die Unterhose. Wie ein Taschenlampenstrahl blendete er einen und nahm einem die Sicht.
Der Heilige Abend kam wie ein Dieb in der Nacht.

In diesem Sinne: Überstehen sie heute gut und
FROHE WEIHNACHTEN

 

 

Freitag, 19. Dezember 2014

Obamas Töchter lächeln


Endlich gibt es ein Foto aus dem Weissen Haus, so wie wir es sehen wollen: Obamas empfangen als Weihnachtsmänner verkleidete Kinder, unter dem Tannenbaum, in strahlendem Licht – und mit lachenden, fröhlichen Töchtern. An Thanksgiving hatten die beiden jungen Damen nämlich derart gelangweilt ausgesehen, hatten so genervt in die Kamera geblinzelt, hatten so einen Fuck-you-all-Gesichtsausdruck (sit venia verbo), dass ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit ging.
Es seien halt normale Teenager, sagten ein paar. Normale Teenager, die hätten halt manchmal dieses Leck-mich am-Arsch-Gesicht (sit venia verbo), man solle doch ein bisschen tolerant sein.
Normale Teenager?
Ich stelle mir gerade vor, wie die ganz normalen Mädchen Malia und Sasha den Schulbus besteigen, ihre Freundinnen begrüssen und laut quatschend zur Oberschule Washington-West fahren, wo vor dem Schultor die beiden unglaublich süssen Jungs Michael und Ken warten, mit denen sie noch ein bisschen rumknutschen, und dann kommen sie zu spät zum Unterricht und sind ausserdem auch beim Küssen beobachtet worden, und Barak bekommt folgenden Anruf: „Mr. President, your girls were late for my lesson. They were kissing with some guys before school, so they'lI have to do some extra work today.”
Ich stelle mir vor, wie die beiden ein anderes Mal heimkommen, und sie haben gute Noten geschrieben, und Mama Michelle ist so erfreut, dass sie Malia und Sasha als Belohnung Pizza macht. Sie schmeisst sich in ihre Kittelschürze und fängt sofort an Teig zu kneten und rührt in Tomatensosse und schneidet Käse.
Ich stelle mir vor…
Das ist doch Quatsch. Aber stellen SIE sich jetzt doch mal vor, eine gute Fee käme zu Ihnen. Ja, so eine Fee mit blonden Haaren, weissem Kleid und Zauberstab mit Sternchen. Meinetwegen auch in pinkem Catsuit und blauen Haaren, wenn Sie das origineller finden, aber der Stab muss sein, mit vielen Sternchen, die wie bei einer Wunderkerze aus ihm sprühen. Und die Fee würde zu Ihnen sagen: „Sie müssen die nächsten vier Jahr nicht mehr einkaufen, putzen, bügeln, sie haben eine Hundertschaft Personal, eine Gratisvilla, sie haben Wagen mit Chauffeur, sie haben einen Park mit Gärtner. Sie stehen morgens auf und der Morgenkaffee wird gebracht und abends setzen Sie sich an den Tisch und Ihr Lieblingsabendessen wird serviert. Einzige Bedingung ist, dass Sie regelmässig einem Fotografen in die Linse lächeln müssen. An Ostern, Pfingsten und Weihnachten, an Sylvester und zum Nationalfeiertag müssen Sie hübsch aussehen und strahlen.“ Würden Sie auf den Deal eingehen?
Ich schon.
Das Weisse Haus kostet den Amerikanischen Steuerzahler Unsummen, und das, obwohl der Präsident keinen Lohn im eigentlichen Sinne bekommt, nur durch die Vollversorgung. Und für diese Summe kann man doch wohl ein Lächeln verlangen. Die beiden Girls haben wahrscheinlich noch nie einen Teller abgewaschen, noch nie ein Bad geputzt, noch nie einen tonnenschweren Einkaufswagen durch einen Riesensupermarkt geschoben, noch nie einen Besen in der Hand gehabt, sie müssen wirklich kein Fuck-you-all-Gesicht (sit venia verbo) oder eine Leck-mich am-Arsch-Mimik (sit venia verbo) machen.
Ach, sie haben es gar nicht so gut?
Sie leiden unter der Bewachung?
Sie leiden daran, eben nichts tun zu dürfen?
Sie leiden an der hohen gesellschaftlichen Stellung?
Ach, jetzt kommt der schöne Spruch Lieber arm und glücklich als reich und unglücklich.

Gut, Reichtum, Vollversorgung und gesellschaftliche Zwänge kann man ändern.
Sasha und Malia können den Missionarinnen der Nächstenliebe in Kalkutta beitreten, sie können nach einem Medizinstudium bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten. Sie können in der Sahelzone oder in den Slums von Delhi leben, sie können in Lambarene oder am Amazonas arbeiten. Sie können aber auch langhaarige, kiffende Rockmusiker aus San Francisco heiraten und sich von den Eltern verstossen lassen. Wenn ihnen die ganze Sache auf den Geist geht, können sie das ändern, das ist der Unterschied zu armen Leuten: Reichtum wird man ohne weiteres los, Armut nicht.

Nur merkwürdigerweise geschieht das sehr selten. So oft die High Society über die Belastung seufzt, die ein Leben in der Pole-Position mit sich bringt, so wenig sieht man ihre Abkömmlinge von eben dieser Pole-Position abweichen. Wie viele Rothschilds sind in Lambarene? Wie viele Kennedys haben sich an den Amazonas aufgemacht? Wie viele Bushs, Hiltons und Fords sind dem Orden von Mutter Teresa in Kalkutta beigetreten? Wie viele haben das gemacht, was der reiche Jüngling ja eben nicht konnte: Verkaufe alles, verschenke dein Geld und folge mir nach?
Es sind aber auch unter den hungerleidenden Poeten, dürstenden Malern und frierenden Dichtern nicht so viele aus Familien, die die Aktienmehrheit von zehn Konzernen halten…

Nein, die zwei jungen Damen haben wahrscheinlich inzwischen kapiert, was sie der Staatskasse der USA und damit den Taxpayers in Alabama, Florida und Illinois schulden:
Ein weihnachtliches Lächeln. Und sie liefern es.

Merry Christmas, Sasha  und Malia!