Freitag, 27. August 2021
Special Fragen (4): Die ersten Fragen der Menschheit
Denn in den ersten Versen wird nicht gefragt, da wird befohlen. Der HERR fragt nicht: „Könnte es vielleicht Licht werden?“, nein er donnert: „Fiat Lux!“, „Es werde Licht!“. Der HERR befragt auch nicht Land und Wasser, Licht und Dunkelheit, ob diese eventuell Lust hätten sich zu trennen, nein der HERR trennt einfach Land und Meer und Tag und Nacht. Er fragt auch nicht die Fische und Vögel, die Landtiere und Insekten, ob es ihnen Spass machen würde zu entstehen. Er ERSCHAFFT. Und er fragt natürlich ebenfalls nicht, ob jemand eine Pause braucht, ER ruht am siebten Tag und alle ruhen.
Und dann kommt der Mensch.
Und das Fragen geht los.
Und mit dem Fragen kommen die dummen Antworten, und in diesen ersten Kapiteln der Genesis (ich meine das erste Buch Moses, nicht die Popgruppe) haben wir schon die ganze Palette von blöden und ungeschickten Antworten parat.
«Ich wollte Kekse aus dem Regal holen», sagt Fritz, der so ungeschickt vom Küchenstuhl gefallen ist, dass er mehrere Teller mitgerissen und die Suppenschüssel auf dem Boden verteilt hat, aber mit dieser Ausrede bringt er sich noch mehr in Schwierigkeiten. Woher er denn wisse, dass dort Kekse seien und ob sie ihm erlaubt habe, dort Kekse zu holen, so fragt die Mutter streng.
Diese Story ist so alt wie die Menschheit.
«Wo bist du, Adam?», fragt der HERR und dieser verwickelt sich in Probleme. Er sei nackt, und da habe er sich versteckt. Dabei kann Adam ja gar nicht WISSEN, dass er nackt ist, es sei denn…, es sei denn…, ja, es sei denn er hat genau das getan, was ihm streng verboten war, nämlich vom Baum der Erkenntnis zu essen.
«Das war Marcos Idee», sagt Finn, als der Lehrer ihn fragt, warum er (mit Marco zusammen) ein Glas Konfitüre auf der Tafel verteilt habe. Abgesehen davon, dass Marco wahrscheinlich behaupten würde, dass es Finns Idee gewesen sei, stellt sich immer noch die Frage: Warum hat der andere mitgemacht? Es wird immer so getan, als ob man keine andere Wahl gehabt habe, diesen oder jenen Unsinn mitzumachen. Man könnte ja schlicht und einfach, trocken und simpel nein sagen…
Auch diese Story ist so alt wie die Menschheit.
Als der HERR fragt, warum von diesem einen Baum gegessen worden sei, schliesslich sei ja der Verzehr von ALLEN Früchten von ALLEN Bäumen und von ALLEN Sträuchern gestattet gewesen, nur eben von diesem einen nicht, da passiert genau das wie bei Marco und Finn 8000 Jahre später:
Adam schiebt es auf Eva, sie habe ihm die Frucht gereicht und da habe er halt gegessen.
Eva schiebt es auf die Schlange, sie habe sie überredet.
Die eine Frage, die auch hier nicht gestellt wird, ist die, warum sich Eva so leicht und locker von der Schlange überreden liess und nicht schlicht und einfach, trocken und simpel nein sagte. Die andere Frage, die auch nicht auftaucht, ist die, warum Adam einfach macht, was Eva sagt. Hätte zum Beispiel Eva ihn aufgefordert, in die Schlange zu beissen, hätte er das auch getan?
Neben dem Sich-in-Ausreden-verwickeln und dem Auf-andere-schieben ist noch die totale Ahnungslosigkeit eine mögliche Haltung, eine mögliche Reaktion auf Fragen. Wir kennen das aus den SOKOs, aus dem Tatort und den anderen Krimis. Und in den SOKOs, dem Tatort und den anderen Krimis gibt es immer wieder die gleichen Verhörsituationen:
Margot war zur Tatzeit in dem kleinen Park, hat aber vom Mord nichts gemerkt. Angesichts der wirklich winzigen Grösse der Grünanlage und der Tatsache, dass das Opfer bei 18 Messerstichen ja geschrien haben muss, ist diese Ahnungslosigkeit verdächtig.
Karl hat den Mann auf dem Foto nie gesehen. Merkwürdig, denn Karl wohnt seit 10 Jahren Benefizstrasse 30, der Mann auf dem Foto arbeitet seit 9 Jahren in dem Blumengeschäft Benefizstrasse 32, und auch wenn Karl sich nie Blumen kauft, irgendwann müssen die beiden sich doch einmal begegnet sein, wenn beide gingen oder kamen und der eine ging und der andere kam.
Auch diese Story…
Sie ahnen es: Sie ist so alt wie die Menschheit.
«Wo ist dein Bruder Abel?», fragt der HERR und Kain gibt die freche Antwort: «Soll ich meines Bruders Hüter sein?» Was so viel heisst wie: Ich habe keinen blassen Schimmer, ich habe keine Ahnung, wo er steckt, und überhaupt ist das auch nicht meine Aufgabe und mein Ressort. Dabei weiss Kain natürlich ganz genau, wo sein Bruder ist, immerhin hat er ihn erschlagen.
In der Genesis (ich meine das erste Buch Moses, nicht die Popgruppe) beginnt das Fragen mit dem Auftritt des Menschen.
Dem Licht und der Dunkelheit, dem Wasser und dem Land, den Pflanzen und den Tieren hat der HERR befohlen, sie hat er nicht gefragt, das Fragen kommt mit dem Menschen. Und mit dem Fragen kommen die dummen Antworten, und in diesen ersten Kapiteln der Genesis (ich meine das erste Buch Moses, nicht die Popgruppe) haben wir schon die ganze Palette von blöden und ungeschickten Antworten parat.
Die Verstrickung in Lüge, das Schieben auf andere, die vorgespielte Ahnungslosigkeit, sie sind so alt wie die Menschheit.
Dienstag, 24. August 2021
Special Fragen (3): Gute-Frage.net. Gute Frage?
Wir sind ja inzwischen viel im Internet unterwegs. Und da ist es sehr hilfreich, wenn die Namen der Pages ungefähr das spiegeln, was drauf ist. So ist es zum Beispiel praktisch, wenn eine Seite www.hotel-ich-finden.de auch wirklich Hotels anbietet. Oder wenn www.blumen-tipps.ch auch wirklich Tipps für Pflanzen und Garten bringt. Es ist praktisch, wenn www.konzertkkarten.com auch wirklich Konzertkarten anbietet und wenn www.mein-h-aus-tier.de auch echte Informationen zu Haustieren bringt.
Demnach müsste die legendäre Domain „Gute-Frage.net“ auch gute Fragen bringen. Ist aber nicht so. Diese Homepage ist ein Kompendium menschlicher Dummheit, ein Ort von Realsatire.
Wollen Sie ein Beispiel?
Da fragt einer:
Wie kann man möglichst viel essen? Ich werde morgen an einem Wettessen teilnehmen, Tipps wären nett.
Und bekommt die eine Antwort (die, die er dann als hilfreich kennzeichnet)
Ich habe mal gehört, man soll vorher im Laufe des Tages, viel trinken, weil man damit den Magen schon mal vordehnen kann. Ansonsten ist es glaube ich bei so was gut, so schnell wie möglich so viel wie möglich in sich reinzustopfen, bevor das Sättigungsgefühl einsetzt. aber da gibt es bestimmt YouTube Anleitungen zu.
Und die zweite Antwort:
Man kanns einen MAgen Trainieren, indem man versucht so viel Wasser zu trinken wie möglich, aber gesund ist das ganze nicht…auch wettessen ist nicht gerade gesund. (wir haben als Kinder schnell gegessen um möglichst viel hineinzubekommen = Sättigunggefühl tritt später ein)
Dabei gäbe es nur eine richtige Antwort:
LASS ES BLEIBEN!
Das habe ich jetzt nicht erfunden, Ehrenwort, es gibt aber auch umgekehrt Fragen betreffs des Loswerdens von zu viel Ware vom Burger King® oder McDonalds®, also Ware, die sich schon im Magen befindet, nach dem Motto „Wie kotzt man am besten?“
Zwei grosse Themenbereiche sind die Haustierhaltung und die Kunst. Da hat jemand ein verletztes Vögelchen gefunden, oder ein verletztes Eichhörnchen und findet es so süss, dass er oder sie fragt, ob man solche Tiere im Käfig halten darf. Nun, Gesetze sind das eine aber Gespür ist das andere, warum merkt man da nicht, dass ein Eichhörnchen einen ganzen Wald braucht, um sich auszutoben – Ais, Zweifingerfaultiere, sehen in dem ganzen Hörnchenkram sicher Fälle von ADHS – und dass Vögel fliegen wollen, ist am Anfang des Schellenursli zwischen Eltern und Flurina ja genug diskutiert worden.
Bei der Kunst läuft es auch immer gleich, er oder sie hat ein Ölbild gefunden, natürlich erkennt jemand den Maler und macht Hoffnung auf mehrere tausend Euro, vergessend, dass ein Maler, der vor 50 Jahren eine Ausstellung im Kunstverein Hamburg hatte und seitdem nicht mehr rezipiert wird, keinen Pfifferling wert ist.
Ganz heikel wird es bei ironischen Antworten, da muss man nämlich Ironie verstehen. Wenn also jemand auf die Fress-Frage antwortet: «Vorher Salzsäure trinken», dann sollte man das nicht ernst nehmen. Wenn jemand auf die Haustierfrage antwortet: «Eichhörnchen fühlen sich bei Vipern in Terrarien wohl», dann sollte man das auch nicht so machen. Und der Vorschlag mit dem Ölbild zum MOMA zu fahren, weil die geschenkt alles nehmen, ist auch nicht ernst gemeint.
Dieses Vorsicht-vor-Ironie gilt natürlich auch im grössten Bereich der Fragen, der sich um Länge und Grösse des … (na, was wohl?) dreht:
Sind 18 cm genug?
Wie bekomme ich ihn 4 cm länger?
Meine Freundin findet 17 cm zu kurz. Was soll ich tun?
Ein Freund von mir ist gay und benutzt so eine Pumpe. Nutzt die was?
usw.
usw.
Man fragt sich schon, ob die Leute keine anderen Sorgen haben. Aber wahrscheinlich haben sie wirklich keine anderen Probleme.
Heikel sind nun die Antworten, und man kann nur hoffen, dass die Frager Ironie verstehen. Aber haben Menschen – nein, sagen wir ehrlich: Männer – die ihr Gehirn im Penis haben und somit auch nur einen IQ von 50, Verständnis für Ironie?
«Schwanz umwickeln und 5 Min damit an die Decke hängen.» Man kann nur hoffen, dass das nicht gemacht wird. Denn die Website übernimmt keine Gewähr.
Wir sind viel im Netz unterwegs. Und da ist es hilfreich, wenn die Namen der Sites ungefähr das spiegeln, was drauf ist. So ist es praktisch, wenn eine Seite www.hotel-ich-finden.de auch wirklich Hotels anbietet. Oder wenn www.blumen-tipps.ch auch wirklich Tipps für Pflanzen und Garten bringt.
Demnach müsste die legendäre Domain „Gute-Frage.net“ auch gute Fragen bringen.
Sie müsste aber in «Schlechte-Frage.net» umbenannt werden.
Freitag, 20. August 2021
Special Fragen (2): Die Gretchenfrage
Wikipedia hat – wie immer oder meistens oder vielleicht auch nur oft – eine Antwort parat:
Gretchenfrage bezeichnet als Gattungsbegriff eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die Absichten und die Gesinnung des Gefragten aufdecken soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ihn zu einem Bekenntnis bewegen soll, das er bisher nicht abgegeben hat.
Der Begriff hat eine ziemliche Erweiterung erfahren, denn in der eigentlichen Gretchenfrage geht es um eine einzige Sache:
„Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub’, du hältst nicht viel davon.“
Faust eiert dann ein wenig herum, kommt mit pantheistischem-holistischem Gerede, schwafelt und blabbert, philosophiert und theologisiert, in der Hoffnung, Gretchen verstehe nicht alles, was ja auch der Fall ist, sie aber wischt alles weg, meint, ihre Pfaffen würden das so ähnlich sagen, und nennt dann ihren heiklen Punkt:
Der Mann an Faustens Seite gefällt ihr nicht.
Und damit trifft die gute Margarete auf eine Weise ins Schwarze, die Bewunderung hervorruft. Denn dieser Mann ist ja nicht einfach ein Ungläubiger oder Atheist, ein Ketzer oder Lästerer, er ist der Teufel…
Wie würde aber heute eine Gretchenfrage gestellt? Und in welchem Umfeld? Würde sie angesichts von Skandalen und Eklats, von Multifinanz und Pädophilie, angesichts von Aktionen wie Maria 2.0, die im Sande verebben und Kardinälen, die nicht mehr wollen, angesichts des ganzen Ausmasses an Mist, angesichts des Augiasstalles, der nicht nur den Tiber, sondern auch Rhein, Donau und Ebro bräuchte, und selbst Tiber, Rhein, Donau und Ebro hätten Mühe, nicht lauten:
„Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub’, du hältst zu viel davon.“
Und natürlich hiesse die Fragestellerin nicht Gretchen, sondern Hella oder Maya, hiesse Anke oder Pepa und natürlich wäre der Angesprochene auch kein Johann Georg, sondern allenfalls ein Johan-Gregor, aber vielleicht auch ein Malte-Marco, ein Finn-Falk oder Antanael-Ario. Und natürlich würde Johan-Gregor, Malte-Marco, Finn-Falk oder Antanael-Ario nicht die Theologie pantheistisch umschreiben, er würde aber auch schwafeln und blabbern, er würde stammeln und plappern und angesichts von Skandalen und Eklats, von Multifinanz und Pädophilie, angesichts von Aktionen wie Maria 2.0, die im Sande verebben und Kardinälen, die nicht mehr wollen, angesichts des ganzen Ausmasses an Mist, angesichts des Augiasstalles, der nicht nur den Tiber, sondern auch Rhein, Donau und Ebro bräuchte, den REFORMWILLEN der katholischen Kirche hervorheben.
Wie gesagt:
Den REFORMWILLEN.
Nicht etwa die konkreten REFORMBEMÜHUNGEN.
Oder gar REFORMERFOLGE.
Und nun käme Hella oder Maya Anke oder Pepa auf den heiklen Punkt: Johan-Gregor, Malte-Marco, Finn-Falk oder Antanael-Ario hat einen Freund, wir nennen ihn mal Hilarius-Vitus. Und jener Hilarius-Vitus ist nicht nur schon im Studium des Priesteramtes, er hat seine Fühler auch schon ganz kräftig nach Rom ausgestreckt, da ist das Ziel nicht mehr nur die Dorfpfarrei, sondern ganz, ganz, ganz, ganz oben. Und da muss er natürlich schauen, dass dieses Oben in zwanzig Jahren noch existiert und nicht irgendwelche 2.0-Weiber oder durchgeknallte Kardinäle ihm alles kaputtgemacht haben.
Und das ist dann «der Mann an deiner Seite», der das heutigen Gretchen so stört.
Nein, stellen wir die Gretchenfrage neu.
Hiess sie vor 100 Jahren: «Du glaubst doch an Gott?» heisst sie heute meist: «Du glaubst doch nicht etwa an Gott?»
Hiess sie vor 100 Jahren: «Du gehst doch in die Kirche?» heisst sie heute meist: «Du gehst doch nicht etwa in die Kirche?»
Hiess sie vor 100 Jahren: «Du liest doch die Bibel?» heisst sie heute meist: «Du liest doch nicht etwa die Bibel?» (Wobei man – auf Empfehlung des Atheisten Brechts – ja die Bibel lesen sollte, aber das ist eine andere Geschichte.)
„Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub’, du hältst zu viel davon.“
Das wird die Gretchenfrage des 21. Jahrhunderts.
Dienstag, 17. August 2021
Special Fragen (1): Editorial
Es ist also durchaus sinnvoll, ein Special über Fragen zu machen.
Denn Ihr ganzes Leben baut ja auf Fragen auf.
Fragen über Fragen – wie man so schön sagt.
Sie glauben mir nicht? (Und das ist ja auch schon wieder eine Frage…)
Sehen Sie, Sie sind irgendwie entstanden. (Wenn Sie kein Roboter sind, ich prüfe das ja nicht nach.)
Und wenn Ihre Entstehung bürgerlich-traditionell war, dann hat Ihr Vater zunächst Ihre Mutter gefragt, ob Sie seine Frau werden will, vielleicht sogar noch so richtig auf die kitschige, die Rosamunde-Pilcher-Weise, mit Rosen und Ring und Hinknien, und weil Rosen und Ring und Hinknien so wunderbar waren, hat Ihre Mutter ja gesagt, und dann wurde natürlich Papa gefragt, hier selbstverständlich ohne Rosen (eventuell für die Schwiegermutter in spe) und ohne Ring und Hinknien, und es wurde auch hier ja gesagt.
Und dann ging es ins Standesamt. Und was wurde dort getan? Gefragt.
Und dann noch einmal in die Kirche. Und was wurde dort getan? Gefragt.
Die Frage mit den «guten und schlechten Tagen» und dem «bis dass der Tod euch scheidet». Und das Tückische an diesen Formulierungen ist ja, dass man dann natürlich ja sagt, man sagt ja, obwohl man die Faktoren gar nicht kennt. Es könnten ja die vier Varianten a) viele gute Tage / später Tod b) viele gute Tage / früher Tod c) wenig gute Tage / früher Tod und d) wenig gute Tage / später Tod auftreten, die man sich nicht aussuchen kann…
Vielleicht war Ihre Entstehung aber auch ganz untraditionell. Vielleicht wurde da bald nach «your place or my place» gefragt, «zu mir oder zu dir», und vielleicht wurde dann noch gefragt, ob man es wagen könne… Ja, und das Ergebnis des Wagnisses war dann da, und die Frage, ob es bleiben dürfe, wurde klar bejaht.
Wie dem auch sei, Sie sind entstanden, und ihr weiterer Lebensweg war dann auch mit Fragen gepflastert.
Sie glauben mir wieder nicht? – und wieder das eine Frage.
Sie haben doch sicher irgendeine Schulbildung genossen. Nehme ich mal an. Und Ihre Noten werden durch Fragen zustande gekommen sein.
Was ist drei mal vier?
Wie schreibt man «Wasserstrasse»? (für Eidgenossen eine leichte Frage…)
Wie heisst die Hauptstadt von Frankreich?
Dann teilen sich die Möglichkeiten, wenn Sie Abitur gemacht haben, blieben die Fragen ähnlich, waren aber nur schwieriger:
Was ist der fünfzehnte Logarithmus von 3,4?
Welche Rolle spielten die Wasserstrassen im Roman des 19. Jahrhunderts?
Wie hiess die Hauptstadt des Vandalenreiches?
Aber auch wenn Sie eine Lehre gemacht haben, dann kamen Sie in der Abschlussprüfung um Fragen nicht herum.
Und dann die Bewerbung, egal als was. Auch nix als Fragen.
«Wieso haben Sie sich gerade für unser Unternehmen entschieden?» (Weil nix anderes frei ist, aber das darf man jetzt so nicht sagen.)
«Was reizt Sie an der Aufgabe als…?» (Viel Kohle und wenig Arbeit, aber das darf man jetzt so nicht sagen.)
«Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?» (Auf deinem Posten, aber das darf man jetzt so nicht sagen.)
Sie sehen also: Das ganze Leben ist ein Fragen. Und jetzt macht auch für Sie ein Special über Fragen Sinn.
Wir werden uns also in den kommenden Wochen mit folgenden Themen beschäftigten (vielleicht nicht genau in der Reihenfolge):
Die Gretchenfrage und warum sie heute genau umgekehrt gestellt wird.
Warum es unhöflich ist zu fragen, wenn der andere lügen muss.
Warum der Titel «gute-Frage» totaler Quatsch ist.
Die ersten Fragen im Paradies und die daraus resultierenden beiden Ur-Ausreden.
ENTHÜLLUNG: Die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest ist nicht 42!
und eventuell gibt es noch mehr, das ist noch – ja was wohl? – FRAGlich.
Freuen Sie sich also auf viele nette Posts. Und das ist keine Frage, das ist ein Befehl.
Freitag, 23. Juli 2021
Helikoptereltern - Blogpause
Es gab sie immer schon. Es gab sie schon in meiner Jugend, während der Kindergartenzeit, während der Grundschule und des Gymnasiums. Und schon während der Kindergartenzeit, während der Grundschule und des Gymnasiums bevölkerten sie die Elternabende und Sommerfeste, die Sprechzeiten und Abschlussfeiern:
Die Helikoptereltern.
Aber sie waren in der Unterzahl.
Wenn ich mich an meine Kindergartenzeit, Grundschule und Gymnasium erinnere, an die Elternabende und Sommerfeste, die Sprechzeiten und Abschlussfeiern, dann kommen mir nette Situationen und Geschichten in den Sinn, in denen es die Heli-Eltern gab, aber diese eher komische Nummern waren.
Beim ersten Elternabend des Gymnasiums (für meine Schweizer Leser: man ist dann 10) bat eine Mutter den Sportlehrer, nach dem Schwimmunterricht doch jedem Schüler und jeder Schülerin eigenhändig die Kappe aufzusetzen, ihre Tochter habe neulich eine Erkältung wegen nasser Haare in der kalten Luft bekommen.
Es vergingen ein paar schweigsame Sekunden, dann fingen alle Väter und Mütter an zu lachen, sie kugelten sich, wälzten sich auf dem Boden, sie schlugen auf die Tische, sie schrien und johlten und die Tränen liefen ihnen über die Wangen.
Dann sagte der Sportlehrer, er könne und wolle (!!!!) bei einer Klassenstärke von 35 (war damals so!) nicht jede und jeden einzeln kontrollieren, er sage zweimal: „Zieht eine Mütze an, ihr habt nasse Haare und es ist kalt.“ Und das war es.
Vor dem ersten Ski-Schullandheim bat ein Vater, ihn doch täglich anzurufen, sein Sohn habe manchmal kleinere Probleme und Sorgen, zum Beispiel habe er sehr grosse Angst vor dem Liftfahren.
Wiederum das gleiche Bild: Alle Väter und Mütter fingen an zu lachen, sie machten Rollen vorwärts und rückwärts, kugelten sich, lagen auf dem Boden, sie schlugen auf die Fenster und Wände, sie schrien, grölten und johlten und Tränen liefen ihnen über die Wangen.
Dann schlug der Klassenlehrer vor, er werde den Vater anrufen, wenn es dem Sohnemann NICHT gut gehe. 10 Minuten Applaus von der Elternschaft, der Vater verliess erbost den Raum.
Diese Geschichte gehört nicht in meine Schulzeit, aber ist auch sehr nett.
Frau Daum, Frau Herter (meine Mutter) und Frau Schölzel – das sind alles echte Personen – standen bei Frau Striffler, unserer Bäckerin, im Laden. Erbost berichtete Frau Daum, ihr Sohn sei diesen Morgen erst um 6.00, dazu leicht angetrunken, nach Hause gekommen. Auf die zarte Nachfrage meiner Mutter, wie alt den der Herr Daum sei («so jung kann er doch nicht mehr sein, Frau Daum???»), erwiderte diese: «24. Aber das tut nichts zur Sache.»
Wieder ein Ähnliches: Alle lachten, sie wälzten sich auf dem Boden, sie warfen mit Torten und Kuchen, sie schlugen auf die Theke, sie schrien und johlten.
Und man musste Berta Daum klar machen, dass ihr Sohn erwachsen sei.
Es gab sie immer schon. Es gab sie schon in meiner Jugend, während der Kindergartenzeit, während der Grundschule und des Gymnasiums. Und schon während der Kindergartenzeit, während der Grundschule und des Gymnasiums bevölkerten sie die Elternabende und Sommerfeste, die Sprechzeiten und Abschlussfeiern:
Die Helikoptereltern.
Aber sie waren in der Unterzahl.
Seit wann hat dieses Phänomen so zugenommen?
Seit wann ist ein Verhalten wie oben geschildert normal?
Seit wann gelten Eltern, die sich NICHT so verhalten, als sozial gefährdet?
Und vor allem: Warum?
Vielleicht ist hier – wie bei so vielen Dingen – unsere weltweite Vernetzung mit Schuld.
Wir schauen Videos an, in denen uns Ärzte erklären, wie gefährlich es ist, wenn Kinder auf dem Bett (oder auf dem Sofa) Trampolin springen, dazu zeigt man Ausschnitte von Buben und Mädchen, die stürzen und verunglücken, Knochen splittern und Beine brechen und wir lassen unsere Kinder nie mehr solche Dinge tun.
Dabei sind wir selbst unendlich oft auf allen Dingen gehopst, sind auch mal gestürzt, es gab blaue Flecken, aber das war es.
Wir lesen Berichte, in denen Kinder von Hunden und Katzen verletzt werden, Berichte, in denen Schildkröten und Hamster, Wellensichte und Fische Kindern lebensbedrohliche Wunden zufügen. Und natürlich werden wir unsere Kinder nie in solche Gefahr lassen. Werden wir sie nie in die Nähe von Hunden und Katzen, Schildkröten und Hamstern, Wellensichten und Fischen lassen, obwohl wir selbst JEDES Tier, auch Wildsäue und Hirsche streichelten und nie etwas passierte.
Es gab sie immer schon. Es gab sie schon in meiner Jugend, während der Kindergartenzeit, während der Grundschule und des Gymnasiums.
Die Helikoptereltern.
Die Eltern, die ihre Kinder am liebsten immer an der Leine geführt hätten.
Aber sie waren in der Unterzahl.
Jetzt machen wir erst einmal eine Sommerpause bis zum 13. August, am 17. August geht es weiter.
Dienstag, 20. Juli 2021
Fehlverhalten? Besser, wenn Sie Graf sind
Franziska Luzia von und zu Herrenborgdramsee trinkt.
Ihr Frühstück (nie vor Neun) begleitet sie mit einem Glas Sekt, aus dem gut und gerne auch einmal zwei oder drei werden dürfen. Dann folgt eine Zeit der Abstinenz, die um 11.30 mit einem Aperitif (2 Martini Bianco) endet, der dann wiederum ins Mittagessen (Weiss- und Rotwein) mündet. Danach eine Siesta. Nach dem Ausruhen gibt es dann erst einmal einen Espresso, der nur von einem (oder zwei oder drei) Cognac begleitet wird. Dann der Aperitif um 18.00 und während des und nach dem Abendessen darf man dann ja richtig trinken.
Nie wird man erleben, dass Franziska Luzia von und zu Herrenborgdramsee besoffen ist, auf dem Tisch tanzt oder in die Fabergé-Vase kotzt, und auch ihr Outfit (Haute-Couture) und ihr Makeup wird stets über jeden Zweifel erhaben sein. Und natürlich ist auch ihre Villa stets picobello, aber das erledigen ja ihre Perlen, und die haben keinen Zugang zur Hausbar.
Auch Jon Gupper trinkt.
Sein Frühstück aber begleitet er nicht mit Sekt, sondern sein Frühstück IST Schnaps, wie auch sein Mittagessen und sein Abendmahl, wenn er finanzielle Schwierigkeiten hat, wird der Gorbachov® oder der Bommerlunder® schon mal durch Chianti oder Bier ersetzt.
Bei ihm hat die Sauferei verheerende Auswirkungen gehabt: Er ist arbeitslos, Sozialhilfeempfänger, seine Wohnung sieht aus wie Schwein, er hat seit Tagen nicht geduscht und seine Hosen sollten dringend in eine Waschmaschine.
Stefan Philipp von und zu Trassenburg stiehlt.
Also nicht im Supermarkt oder im Kaufhaus, Gott bewahre! Nein, Stefan Philipp von und zu Trassenburg bestiehlt die Allgemeinheit.
Sein Vermögen hat er auf den Bahamas geparkt, um keinerlei Steuern zu zahlen, er gibt nur einen Bruchteil seiner Einnahmen an und hat einen ganzen Stab von Rechtsanwälten beschäftigt, um möglichst viele legale, halblegale, fastlegale und minimallegale Verfahren anzuwenden. Stefan Philipp von und zu Trassenburg betrügt so den deutschen Staat jährlich um ca. 3 bis 6 Millionen Euro, aber den Begriff «Diebstahl» würde Stefan Philipp von und zu Trassenburg so nicht anwenden.
Auch Margo Schmidt klaut.
Aber sie tut es so richtig, das heisst, sie läuft aus keinem PENNY®, EDEKA® oder LIDL®, aus jedem ALDI® oder REWE® raus, ohne etwas in der Tasche zu haben, was sie nicht berappt hat.
Dabei hat Margo ein klares System: Zwei Dinge zahlen, eines mitgehen lassen. Sie zahlt also an der Kasse zwei Packungen KNORR®-Sossenpulver und hofft, dass man dann die Flasche Wein in ihrer Tasche nicht sieht. Sie blecht also an der Kasse zwei Flaschen Weinfusel und hofft, dass man dann die Schokolade in ihrer Tüte nicht bemerkt. Sie zeigt also an der Kasse zwei Melonen und betet, dass man dann die Pralinen in ihrem Rucksack nicht wahrnimmt. Margo klaut. Klaut jeden Tag und auf niederstem Niveau.
Ole Pieter ist aggressiv.
Wenn ihm jemand falsch kommt oder jemand ihn blöd anmacht, kann er sich nicht halten. Dann schlägt er zu. Dabei kann es dann schon sein, dass dann ernsthafte Schäden entstehen: Seinem besten Kumpel Heinz hat er einmal das Nasenbein gebrochen, seinem Erzfeind Luk hat er den Arm ausgekugelt und seinem Skatmitspieler Bernd hat er ein solch schönes Veilchen gesetzt, dass dieser noch lange seine Freude vor dem Spiegel hatte. Es darf halt niemand meinen, man könne Ole einfach so kommen, dürfe einfach so mal frech sein, Ole hat seine Ehre und die verteidigt er – auch mit Körperkraft.
Auch Gerold von und zu Geroldsburg ist aggressiv.
Also – natürlich prügelt sich Gerold nicht, das haben ihm Salem und Oxford ausgetrieben. Aber er kann sehr gezielt, klar und präzise intrigieren und hetzen. Wenn Sie Gerold blöd kommen, dann haben Sie kein Veilchen, aber in Ihrem Golfclub müssen Sie nicht mehr auftauchen. Wenn Sie Gerold ärgern, dann können Sie viele soziale Kontakte erst einmal ad acta legen. Sehr gezielt, klar und präzise integriert und hetzt Gerold per Fax (ach Gottchen!) und Telefon. Sehr gezielt, klar und präzise nutzt er die Social Media um Ihnen alles Schlechte anzutun…
Und die Moral?
Nun…
Die Moral?
Wir akzeptieren Fehlverhalten in den Oberschichten mehr als in den Unterschichten, obwohl die Oberen schlimmer sind.
In Alkoholeinheiten gerechnet, trinkt Franziska Luzia von und zu Herrenborgdramsee sogar mehr als Jon Gupper.
Stefan Philipp von und zu Trassenburg hat die Allgemeinheit im Jahr 2020 um 5,5 Millionen geschädigt, Margo Schmidt schädigte jede Kette, ALDI®, DENNER®, MIGROS®, REWE® und EDEKA® (Margo klaut dies- und jenseits der Grenze) jeweils um ca. 250.--.
Und Oles Veilchen sind nach 4 Tagen wieder weg und selbst die gebrochene Hand heilt. Von Gerolds Schlägen erholen Sie nicht.
Also: Wenn Sie in Alkohol, Kriminalität und Gewalt abstürzen wollen: Tun Sie es nur, wenn Sie «von und zu» sind, man wird es viel mehr schätzen.
Freitag, 16. Juli 2021
Was testet ein Quiz wirklich?
Ich mache ein Quiz über das Königreich Württemberg:
Wer installierte das Königreich Württemberg?
Napoleon (S) Caesar (Z) Karl der Grosse (M) Friedrich der Grosse (U)
Wie hiess der Geliebte von Karl I.?
Woodstock (L) Woodstar (M) Woodcock (P) Woodman (S)
Aus welchem Land kamen die württembergischen Regentinnen?
Frankreich (M) Russland (I) Niederlande (P) Österreich (F)
In welches Gebäude zog Wilhelm II. um?
Wilhelmshaus (U) Königsbau (F) Altes Schloss (D) Wilhelmspalais (T)
Wo starb er?
Bebenhausen (Z) Karlsruhe (I) Heilbronn (T) Ulm (R)
Die Antwort ergibt ein Tier, das in der württembergischen Geschichte auftaucht.
Während ich noch grüble und notiere, schaut mir meine Kollegin Flora über die Schulter: «Napoleon, Woodcock, Russland, Wilhelmspalais, Bebenhausen.» Ich glotze sie entgeistert an, Flora ist eine in Basel geborene Seconda mit italienischen und spanischen Wurzeln. Sie weiss viel über Italien, Spanien und die Schweiz, aber woher kennt sie auch die Geschichte auf der anderen Seite der Grenze? Flora grinst: «Kann von den Buchstaben nicht anders sein.»
Ich stutze, ich überlege, ich schaue hin und ich bemerke, dass sie recht hat.
Napoleon ist klar, den muss man wissen. Ist aber auch logisch, denn der hat ja ganz Europa neu geordnet (auch die Schweiz…) Dann kann man sich aber weiterhangeln: Nach einem S geht nur ein P, Sl, Sm, Ss sind keine Wortanfänge. Nun brauchen wir unbedingt einen Vokal, also Spi…
Und dann geht es weiter: Spiu, Spif und Spid sind zwar phonetisch möglich, es gibt aber keine deutschen Worte, die so anfangen, wohl aber Spit, daraus machen wir mit dem Z einen Spitz und haben die Hunde von Wilhelm II. (Wir erinnern uns: Jeden Morgen ging der Monarch, der eigentlich mehr ein Grossbürger war mit seinen Hunden im Schlosspark spazieren und die Bürger, die ihm begegneten, grüssten ihn mit «Guta Morga Herr Keenig», nicht etwa mit «Majestät»)
Was sagt uns nun diese Geschichte?
Das Rätsel wollte eigentlich das Wissen über die Geschichte des Königreichs Württemberg testen, im Falle Floras testet es aber das Wissen über Linguistik. Flora hat keinen blassen Schimmer von der Historie jenseits der Grenze, aber sie hat viel Ahnung von deutscher Phonetik. Das wollten wir aber damit nicht testen. Und nun kommen wir zur entscheidenden Frage: Was ist der richtige Weg, um bestimmtes Wissen oder bestimmte Sachverhalte zu testen?
Bei einer Einbürgerung könnten drei Fragen die Einstiegsfrage sein, welche ist die beste?
- Wo kaufen Sie guten Käse, gute Krawatten und gute Stifte ein?
- Wann wurde die Kathedrale erbaut?
- Nennen Sie die 8 Museen der Stadt.
Die erste Frage ist die beste, sie kann man nicht googeln. Ein Ami klagte in der Innerschweiz gegen diese Frage – und bekam unrecht: Das Wissen um Einkaufsmöglichkeiten zeige ganz klar, ob jemand sich regelmässig in der Gemeinde bewege oder ob er oder sie nur zuhause hocke und Käse, Krawatten und Stifte bei Amazon® oder Galaxus® bestelle. Zudem zeige es auch, ob man soziale Kontakte zu Schweizern, zu Einheimischen habe, denn wo man bestimmte Sachen bekommt, ist ja eine Frage die man Insidern, Bewohnern, Einheimischen stellt.
Was ist der richtige Weg, um bestimmtes Wissen oder bestimmte Sachverhalte zu testen?
Wir haben uns daran gewöhnt, dass die üblichen Corona-Tests eine Infizierung mit Covid19 beweisen. Das tun sie natürlich nicht, um eine wirkliche Viruslast nachzuweisen, muss man Bluttests machen, bei heiklen Fällen (Aids! Aids! Aids!) macht man sogar zwei.
Was ist der richtige Weg, um bestimmtes Wissen oder bestimmte Sachverhalte zu testen?
Bei den Flüchtlingen versagen unsere Verfahren dann gleich ganz. Da wir einen Aufenthalt an eine Verfolgung koppeln, sagt z.B. Achmed (30, aus dem Sudan), dass er als Homosexueller mit dem Tod rechnen müsse. Wie testen wir nun die Schwulheit von Achmed? Bilder zeigen und bestimmte körperliche Reaktionen dokumentieren? Jene körperlichen Reaktionen, die in Stresssituationen einfach versagen? Oder wie sonst?
Ich glaube, dass ganz häufig Menschen richtige Antworten wissen, obwohl sie von dem, was getestet werden soll, keinen blassen Schimmer haben.
Ich mache ein Quiz über das Königreich Württemberg und während ich noch grüble, guckt mir meine Kollegin Flora über die Schultern: «Napoleon, Woodcock, Russland, Wilhelmspalais, Bebenhausen.» Ich glotze sie entgeistert an, sie weiss viel über Spanien, Italien und die Schweiz, aber woher kennt sie auch die Geschichte auf der anderen Seite der Grenze? «Kann von den Buchstaben nicht anders sein.»