Dienstag, 10. September 2019

In der Computer-Hotline: Mein Laptop schreibt Südsee-Schrift!


Ich starte meinen Computer. Schon beim Anmelden merke ich, dass etwas nicht stimmt, gebe aber mein Passwort in das Feld ein und blicke dann auf den Desktop. Und zwar verblüfft, bass erstaunt und völlig konsterniert: Alle Wörter sind in fremden Schriftzeichen geschrieben, Schriftzeichen, die ich durch Konsultation meines Smartphones als Sebiieruanische ausmachen kann. (Sebiierua ist eine kleine Insel in der Südsee mit eigener Geschichte, Sprache, Kultur und vor allem eigener Schrift.) Ich habe gestern ein vom Hersteller geschicktes Update durchgeführt und da muss das passiert sein. Da ich ein geübter IT-User bin, tue ich das, was man in diesem Fall tut, ich fahre herunter – zum Glück weiss ich wo der Button ist, denn da steht so etwas Ähnliches wie sfdgetrz – und fahre wieder hoch. Das Sebiieruanische ist immer noch da.
Ich rufe die Hotline meines PC-Herstellers (CREA Corp.®) an, und nun startet das Drama in mehreren Szenen, das Sie wahrscheinlich alle kennen. Da ich die Warteschleife und das Bedudeln schon mehrfach behandelt habe, lasse ich die Musik weg und tue so, als man gleich durchkäme – was natürlich NICHT der Fall ist.  

Szene 1 – «We don’t believe you»

Crea:     Crea Service Hotline, mein Name ist Anette Schnuffelmann, 
              was kann ich für Sie tun?
Ich:        Mein PC zeigt mir auf einmal alles in Sebiieruanischen Schriftzeichen.
Crea:     Sebiieeu… Was?
Ich:        Sebiieruanisch. Schriftzeichen aus der Südsee. 
              Alles auf dem PC in Südseeschrift.
Crea:     Das kann technisch gar nicht sein.
Ich:        Ist aber so.
Crea:     Nein, das geht nicht, Sie wollen wohl einen Scherz machen?
Ich:        Will ich nicht, ich möchte nur gerne wieder am PC arbeiten.
Crea:     Ah, jetzt hab’ ich’s. Das ist ein Telefonscherz!!! 
              Sind Sie von RTL oder Radio Bielersee oder
              WDR, NDR, Radio Regenbogen? 
              Wo läuft das gerade?
Ich:        Nirgends. Ich möchte nur…
Crea:     Südseeschriftzeichen! Ganz reizend! Ganz reizend! Bekomme ich jetzt einen Musikwunsch? Ich hätte gerne… 
Ich:        (lege auf)

Szene 2 – «Sie haben da was gemacht»

Crea:     Crea Service Hotline, mein Name ist Mia Mause, was kann ich für Sie tun?
Ich:        Mein PC zeigt mir auf einmal alles in Sebiieruanischen Schriftzeichen.
Crea:     Das haben Sie wahrscheinlich eingestellt.
Ich:        Ich habe das sicher NICHT eingestellt, das ist nach IHREM Update passiert, da ich kein Südseeinsulaner bin, stelle ich sicher keine Südseesprache ein.
Crea:     Vielleicht sind Sie irgendwo draufgekommen.
Ich:        Gut, selbst wenn dem so wäre…wie stelle ich den wieder um.
Crea:     Gehen Sie auf [Einstellungen], dann auf [Bildschirm], dann auf [Sprache] und dann auf [Deutsch]
Ich:        Kann ich nicht, weil ich ja nix lesen kann.
Crea:     Wieso?
Ich:        Weil alles auf Sebiieruanisch ist, wie Sie sich vielleicht erinnern, 
              das ist ein Catch22-Problem,
               das ist so wie mit der Schere, die so verpackt ist, 
              dass Sie eine Schere bräuchten.
Crea:     Versuchen Sie sich doch zu erinnern, wo die Buttons waren.
Ich:        (lege auf)

Szene 3 – «Fahren Sie doch mal herunter»

Crea:     Crea Service Hotline, mein Name ist Detlev Debenberg, was kann ich für Sie tun?
Ich:        Mein PC zeigt mir auf einmal alles in Sebiieruanischen Schriftzeichen.
Crea:     Sebiieeu… Was?
Ich:        Sebiieruanisch. Schriftzeichen aus der Südsee. 
              Alles auf dem PC in Südseeschrift.
Crea:     Fahren Sie Ihren PC doch mal herunter, 
              manchmal klappt das mit einem Neustart.
Ich:        Habe ich schon gemacht, hat nix gebracht.
Crea:     Manchmal muss man ein paar Male wiederholen.
Ich:        OK, und irgendwann ist das Jüngste Gericht und Jesus kommt wieder und das Reich Gottes beginnt und der HERR findet mich nicht im Gebet, sondern beim 34098765346. Neustart meines Laptops????!!!!!
Crea:     (legt auf)

Szene 4 – die Lösung

Crea:     Crea Service Hotline, mein Name ist Volker von Jödeborn, was kann ich für Sie tun?
Ich:        Mein PC zeigt mir auf einmal alles in Sebiieruanischen Schriftzeichen.
Crea:     Ok…
Ich:        Sie glauben mir?
Crea:     Natürlich.
Ich:        Und verstehen, dass ich nicht umgestellt habe?
Crea:     Natürlich.
Ich:        Und raten mir nicht, den PC zehnmal rauf- und runterzufahren?
Crea:     Natürlich nicht.
Ich:        Gut. Also…
Crea:     Kennen Sie die Naturschönheiten des Teutoburger Waldes? 
              Und wussten Sie, dass es dort in der Nähe die besten Cevapcici gibt? 
              Denken Sie mal darüber nach.  
Mein Gehirn beginnt zu rotieren: Im Teutoburger Wald sind die Extern-Steine, EXTERN, da kam was von aussen, ein Hacking? Klar, Hack – Hackfleisch – Cevapcici!!
Ich:        Ah, Sie müssen jetzt nur noch für ein «Ja» grunzen. Crea wurde gehackt?
Crea:     (grunzt)
Ich:        Und keiner darf was sagen?
Crea:     (grunzt)
Ich:        Und es wird ein paar Tage dauern, bis Sie es im Griff haben?
Crea:     (grunzt)
Ich:        Volker, Sie sind ein Engel. (lege auf)
Crea:     (grunzt und legt auf)

Freitag, 6. September 2019

Geschenke lehnt man nicht ab - auch nicht geschenkte Löscharbeiten


Meine Generation hat noch gelernt, dass man Geschenke nicht ablehnen darf. Ein Geschenk war ein Geschenk, war geschenkt und einem geschenkten Gaul schaute man nicht ins Maul. Selbst für die selbstgestrickten Socken in Beige-Rot von Tante Mechthild aus Wanne-Eickel musste man noch ein Dankeskärtchen schreiben und das Buch, das Frau Müller-Kloppenschmidt mitbrachte, sofort auspacken und sich höflich (höflich!) bedanken – auch wenn es Augen zu – ruft der kleine Bär war und man selber schon 15.
Ein Geschenk war ein Geschenk, und Sätze wie «Da bin ich jetzt zu alt dafür!», «Danke für den Aschenbecher – ich bin Nichtraucher» oder gar «Das nächste Mal kaufst du selber und nicht deine Sekretärin…» gingen gar nicht. So eine Aschenbecher-Story haben wir übrigens selber mal erlebt, im Zivildienst in Schwäbisch Hall, da gab es ein Elternpaar, das jede Weihnachten jeweils allen männlichen Mitarbeitern auf der Heimgruppe Aftershave schenkte, wir waren drei Heimerzieher und zwei davon trugen Vollbärte, richtig grosse Moses-Dinger – war das nun bloss gedankenlos oder hiess es: Rasiert euch doch endlich mal!

Inzwischen haben sich die Sitten gelockert, der oder die Beschenkte darf durchaus auch einmal Bedenken äussern, und viele Schenkende bauen auch schon Brücken à la «Wenn du das Buch schon hast, sag’ es, dann bekommst du ein anderes», «Es gibt den Schal auch in anderen Farben, wenn dir Eitergelb nicht so gefällt» oder «Sag’ ehrlich, ob dir Albaner-Rap zusagt…». Man kommt also immer mehr zu einer Ehrlichkeit, bei der oder die Beschenkte die Freiheit hat, ein Präsent, eine Gabe, die Freiheit ein Mitbringsel oder ein Geschenk abzulehnen.
Gilt das aber nun für alles?

Ganz sicher gilt es für ein Danaergeschenk. Ein Danaergeschenk ist eines, das uns mehr Ärger als Freude macht, das im Endeffekt uns mehr kostet als es uns gibt. Wir erinnern uns: Die Danaer (=Griechen) schenkten den Trojanern ein grosses Holzpferd, und jede und jeder weiss, was das Vieh drinnen hatte: Männer, Waffen, Lanzen und Pfeile, es enthielt Tod und Verderben für die Bewohner von Ilion. Es wäre also durchaus angebracht gewesen, dass Ross schon am Strand zu verbrennen und es nicht in die Stadt zu ziehen… Ein Danaergeschenk sollte man also ablehnen, das Gartenhäuschen zum Beispiel, das einem Tante Melinda geben will, dessen Dach aber in einem halben Jahr abrutschen und drei Leute unter den Ziegeln begraben wird, an den Arztkosten für die drei Passanten wird man noch Jahre zahlen. Genauso wie an den Tierarztkosten für den Welpen, den uns Tante Walpurga mitbringt und der seit seiner Geburt an einer Hüftschwäche leidet. Auch die Kreuzfahrt durchs Mittelmeer (Elba! Capri! Venedig!) ist ein Danaergeschenk – Tante Hilaria kommt selber mit, und das noch in der gleichen Kabine.

Das Gegenteil – oder quasi das Gegenteil – des Danaergeschenkes ist das Win-Win-Geschenk. Eine Gabe, bei der beide Parteien einen klaren Vorteil haben. Die Mittelmeerkreuzfahrt würde zum Beispiel zum Win-Win-Geschenk, wenn Tante Hilaria nicht selber mitkommen würde, sondern ihre 25jährige Nichte schicken würde.
Wenn Gus, der in Berlin-Friedrichshain in einer kleinen Altbauwohnung lebt, und ein grosser Fisch-Fan ist, von Git, der unter ihm wohnt und als Broker ein Schweinegeld verdient, drei neue Aquarien geschenkt bekommt, geschieht das nicht aus reiner Freundschaft, nein, nein, Git hat einfach Angst, dass, wenn die maroden Glaskästen den Geist aufgeben, 2000 Liter Wasser eben auch in seine Wohnung sickern.
Ein Win-Win-Geschenk kann und sollte man also nicht ablehnen.

So, und nun sind wir endlich am Punkt:
Da brennt in Brasilien der Regenwald. Und die G7 sind sich einig (einig! einig!), dass man hier finanziell und technisch helfen sollte. Und sie wollen keineswegs aus Nettigkeit oder einer Mutter-Theresa-Einstellung helfen. Die Unterstützung hat einen einzigen Grund: Der Amazonas-Regenwald ist die grüne Lunge dieser Erde, und es ist nun mal zufällig dieselbe Erde, auf der die Lateinamerikaner UND die Europäer wohnen.
Aber Bolsonaro ziert sich.
Und das ist eine Frechheit.
Ja, er knüpft das Geschenk sogar an Bedingungen, was nun ein Super-No-Go ist.
Und nun stellt sich hier die grundsätzliche Frage: Gibt es Zwangs-Geschenke? Die Geschenke meiner Jugend waren das ja. Die Socken von Tante Mechthild waren das und das Buch von Frau Müller-Kloppenschmidt auch, ich musste sie annehmen, weil mir meine Mutter sonst die Ohren langgezogen hätte. Aber auch bei den Erwachsenen gibt es durchaus das Zwangs-Geschenk. Da wird ein Bild nicht einfach geschenkt, nein, da bringt man Hammer und Nagel mit und hängt es – «ich mache das gerade, weil du doch so unpraktisch bist» – gleich an die Wand; da wird für einen Blumentopf einfach ein Platz auf dem Fensterbrett gesucht, obwohl der richtige Platz der Mülleimer wäre, da wird ein CD-Spieler gleich angeschlossen («wo ist bei dir die Steckdose?») und da wird ein Gesellschaftsspiel gleich ausgepackt und ausprobiert und damit eine Rückgabe verunmöglicht.

Und genauso sollten die G7 es machen: Einfach hinfliegen und löschen. Ich traue dem Brasilianischen Ekelpaket relativ viel zu, aber ich traue ihm nicht zu, dass er französische, deutsche, dass er englische oder japanische Löschflugzeuge abschiessen lässt. Und wenn doch? Nun, einerseits hätte er dann international ein echtes Problem und andererseits:
No risk, no fun.    

Meine Generation hat noch gelernt, dass man Geschenke nicht ablehnen darf. Ein Geschenk war ein Geschenk, war geschenkt und einem geschenkten Gaul schaute man nicht ins Maul.
Hoffentlich kommt diese Zeit einmal wieder.












         
   

Dienstag, 3. September 2019

Sollte die AfD nicht doch in die Regierung?


Nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen stellt sich doch nun die klare Frage, ob eine Partei, die 25% der Wählerinnen und Wähler repräsentiert, nicht in die Regierung müsste. Gerade in der Schweiz wird diese Frage besonders hartnäckig gestellt, wobei meine eidgenössischen Kolleginnen und Kollegen vergessen, wie anders das politische System in der BRD ist. In der Schweiz könnte man jede noch so verrückte Partei in die Regierung lassen, da jeder Unsinn, jeder Schwachsinn, den sie anzetteln würde, sowieso vors Volk muss. In Deutschland sieht das ein bisschen anders aus. Aber dennoch: Sollte man das Experiment nicht wagen? Eigentlich kann die AfD nur verlieren: Entweder wird sie wortbrüchig oder sie richtet so viel Unheil an, dass sie damit auch verschwände.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer:
Das Unheil ist dann halt angerichtet.
Das ist so ein bisschen wie bei einem kleinen Kind, das ständig schreit: «Kann ich besser!», «Kann ich auch!» oder «Lass mich mal!». Hier lassen wir es manchmal zu, und das Kind «darf auch mal», aber sicher nur in Situationen, bei denen nicht so viel kaputtgehen kann. Teller tragen zum Beispiel, natürlich darf Klein-Erna das IKEA-Geschirr zum Schrank tragen und ihn dort stapeln. Aber das gute Meissner? Das tragen und stapeln wir doch lieber selber. Den Küchen-Radiowecker darf Klein-Fritzchen sicher von einem Tisch zum anderen schleppen, aber geben wir ihm auch den Laptop? Den nehmen wir doch lieber selber in die Hand.

Also spielen wir doch einmal ein paar Erna-Fritzchen-Teller-Elektronik-Ideen durch. Ich bin am Wahlabend tatsächlich durch das Wahlprogramm der AfD Sachsen gescrollt, ich wollte einfach mal sehen, ob das alles wirklich so furchtbar ist, und habe ein paar nette Dinge gefunden. (Das Programm IST übrigens so schrecklich, wie ich dachte, es wäre, einfach kopiert, besser als jede Glosse, wenn es nicht so echt wäre…)

Wir wollen…die bewährten Diplom- und Magisterstudiengänge wieder einführen…
Gute Idee, dann lassen wir doch den zukünftigen AfD-Wissenschaftsminister mal ran. Um dies zu tun, muss Sachsen den Bologna-Vertrag kündigen, ok, kann man machen, Verträge hat man geschlossen, Verträge kann man auch wieder kippen. Was wären die Folgen? Die Folgen wären, dass in Freiberg, in Dresden, dass in Leipzig und in Chemnitz Abschlüsse gemacht würden, die in keinem anderen Land anerkannt würden. Zweite Studienhälfte in Frankreich? Vergiss es. Doktorieren in England? Pustekuchen! Arbeiten in Norwegen? Aus, der Traum. Natürlich würde man, nachdem der Schaden klar wäre, ganz schnell und knieflehend wieder in die Bachelor- und Mastergemeinschaft zurückkehren, aber ein paar Hundert Studierenden hätte man ihre Chancen schon versaut. Der Teller wäre am Boden, und es wäre der Meissner und der Laptop in Scherben.   

Daneben wollen wir den Rundfunkstaatsvertrag kündigen.
Gut, ran an den Speck. Der MDR wird aufgelöst, die Redaktionen geschlossen und der MDR-Tower in Leipzig abgerissen (was, nebenbei bemerkt, ein architektonischer Gewinn für Leipzig wäre…) Statt linkem Problem-Journalismus nun fröhlich dudelnde Regionalsender, die ein optimistisches und fröhliches Lebensgefühl vermitteln, vielleicht Radio Elb-Schwall® oder Radio Allerlei Leipzig®. Aber auch hier: Was, wenn man nach ein paar Jahren nun doch einen seriösen und gut gemachten Journalismus vermissen würde? Teller ist kaputt, Laptop auch, keine Journalistin und kein Journalist mehr da, der MRD aufgelöst, der Tower abgerissen.

Die Liste liesse sich nun beliebig fortsetzen, an vielen Dingen würde natürlich ein AfD-Minister an den Sachzwängen von Bundesgesetz und internationaler Verträge scheitern, aber die Kleinigkeiten, die er anrichten könnte, wären nun doch eben verheerend.

Und generell:
Gerade in wirtschaftlich schwachen Gebieten wurde die AfD mit Mehrheit gewählt. Wie lockt man nun Investoren in die Oberlausitz, nach Görlitz und Bautzen? Ich stelle mir vor, ich hätte ein Unternehmen und würde mir überlegen, eine Tochtergesellschaft dort aufzumachen. Wen meiner Mitarbeiter würde ich schicken? Den in Allschwil (BL) geborenen Adisa? Käme er für die Regierung dort als Schweizer aus einem kompatiblen Kulturkreis oder aufgrund seiner Hautfarbe aus einem nicht-kompatiblen Kulturkreis (AfD-Programm)? Und hätte er nicht einfach Schiss dort zu wohnen? Ebenso wie meine chinesisch-schweizerischen und arabisch-schweizerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Würde ich selber dort ein paar Jahre lang etwas aufbauen? Oder würde mich als Schwuler der Satz
Für uns ist das auch in Sachsen weiterhin vorherrschende traditionelle Familienmodell aus Mann, Frau und deren Kindern Grundlage und Voraussetzung unseres Handelns (AfD-Programm) nicht ziemlich abschrecken?
Wer also Sachsen wirtschaftlich voranbringen will, darf solche Einstellungen nicht zulassen.

Nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen stellt sich doch nun die klare Frage, ob eine Partei, die 25% der Wählerinnen und Wähler repräsentiert, nicht in die Regierung müsste. Gerade in der Schweiz wird diese Frage besonders hartnäckig gestellt.
Aber:
Das Experiment ist zu heikel. Landespolitik ist keine Spielwiese und es hat zu viel Porzellan, zu viel heikle Elektronik, als das Klein-Erna oder Klein-Fritzchen hier Tragen üben könnten.

Und zeigt nicht auch der Blick über den Ärmelkanal, dass man mit gewissen Dingen nicht herumexperimentieren sollte?