Städte, Gemeinden und Kantone, Staaten und Bundesländer sollten nicht zu viele Schulden machen. Denn Schulden sind Geld, das den nachfolgenden Generationen fehlen wird. Wenn man also ein Schwimmbad für Millionen baut oder ein Theater für Milliarden, wenn man prasst und spendiert, dann bestiehlt man eigentlich die Kinder und Enkel. Städte, Gemeinden und Kantone, Staaten und Bundesländer müssen also darauf bedacht sein, dass ihre Finanzen irgendwie in Ordnung sind und der Schuldenberg nicht wächst.
Städte, Gemeinden und Kantone, Staaten und Bundesländer sollten aber auch nicht zu viel Geld anhäufen. Denn angehäuftes Geld ist Geld, das dieser Generation fehlt. Wenn man also KEIN Schwimmbad baut oder KEIN Theater, wenn man sich den neuen Park verkneift und vom neuen Zoo absieht, wenn man spart und hamstert, wenn man häuft und hortet, hortet wie Fafner oder Smaug, dann bestiehlt man eigentlich die Bürger, die jetzt gerade zahlen. Gemeinden und Kantone, Staaten und Bundesländer müssen also darauf bedacht sein, dass ihre Finanzen irgendwie in Ordnung sind und der Vermögensberg nicht wächst.
Zugegeben, letzteres Problem (ein Luxusproblem) haben wenige Orte. In Deutschland ist es eher selten. Aber in der Schweiz kommt es vor. Zugegeben.
Und witzigerweise enthält das Wort «zugegeben» gerade den Kanton, der mit seinem Überschuss kämpft:
Zug.
In Zug wird diskutiert, ob man bei grossen Mehrsummen der Bevölkerung Geld zurückzahlt bzw. gutschreibt. Warum nicht Steuersenkungen? Weil Steuersenkungen immer eine Wette auf die Zukunft sind (es könnte ja weniger Gewerbeeinnahmen geben) und solche Rückzahlungen eine Reaktion auf das Vergangene.
Auch Basel überlegt solche Dinge.
Man könnte natürlich auch mit den Überschüssen viele tolle Dinge anstellen:
ein Opernhaus
ein Theater
ein Museum
Schwimmbäder, Sporthallen, Laufkurse
Spitäler und Reha-Einrichtungen
Aber der Punkt ist, dass die meisten dieser Dinge schon existieren. Gut, Zug hat nun kein Opernhaus, aber das wunderbare Opernhaus Zürich ist hier einfach zu nah.
Was also tun mit dem Geld? Und hier kommt nun meine Idee ins Spiel:
Die Städtepatenschaft.
Natürlich gibt es das schon, aber stets so, dass eine mitteleuropäische Stadt (zum Beispiel eine deutsche) die Patenschaft für eine Stadt in der sogenannten «Dritten Welt» übernimmt, so finanziert Huppenheim an der Hupper eine Schule in Burkina Faso, Würz an der Würzach ein Spital in Peru und Sapplingen am Sapperberg ein Stadion in Bangladesch. Das nun macht aber gar keinen Sinn mehr, da an der Hupper und der Würzach und am Sapperberg ja nun selbst Schulen und Spitäler und Sportanlagen gebraucht werden, natürlich, sie sind da, aber halt so marode, dass sie fast unbrauchbar sind.
Und hier kommen nun die Schweizer ins Spiel:
Statt Geld an die Steuerzahler zurückzuerstatten unterstützen bestimmte Kantone deutsche Gemeinden in einer Patenschaft. Der Kanton Zug finanziert in Huppenheim an der Hupper den Neubau einer Gesamtschule mit Sporthalle, Aula und lückenlosem W-Lan. Schwyz spendiert Würz an der Würzach ein Krankenhaus mit allen Schikanen und Basel gibt Geld, damit in Sapplingen am Sapperberg ein neues Stadion gebaut werden kann.
Dafür gibt es einmal im Jahr eine Dankeschön-Reise für die Eidgenössischen Politiker mit Empfang im Rathaus und Apéro.
Städte, Gemeinden und Kantone, Staaten und Bundesländer sollten nicht zu viele Schulden machen.
Städte, Gemeinden und Kantone, Staaten und Bundesländer sollten aber auch nicht zu viel Geld anhäufen.
Und für alle Probleme gibt es eine Lösung.
Dienstag, 7. Juli 2026
Schweizer Kantone haben zu viel Geld
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen